Licht-Sucher im Schulalltag

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Licht-Sucher im Schulalltag

Gottesdienst für Mitarbeitende der Schulbetreuung

Unter das Motto „Shine“ – Leuchten – hatte Schulreferentin Dr. Elke Jüngling den diesjährigen Gottesdienst für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen Schulbetreuung und OGS aus Bochum und Herne gestellt. Sie waren Mitte September in die Matthäuskirche in Weitmar eingeladen und feierten im Anschluss an den Gottesdienst bei leckerem Essen, guten Gesprächen und Tanz im benachbarten Matthäushaus.

Shine, so Elke Jüngling in ihrer Predigt, beziehe sich in der Werbung, auf Plakaten oder in Social Media, heutzutage häufig auf Selbstoptimierung. Das könne aber auch viel Druck auslösen. Der Satz Jesu aus der Bergpredigt „Ihr seid das Licht der Welt“ (Matthäus 5) meine genau das Gegenteil. Er sei keine Bedingung, sondern eine Zusage, die jeglichen Druck wegnehme: „Ihr müsst nicht die Sonne sein. Ihr sollt nur widerspiegeln, was Gott euch an Liebe, Gaben und Persönlichkeit geschenkt hat.“

Das Licht, so führt Jesus auch in der Bergpredigt weiter aus, sei dazu da, gesehen zu werden. Nicht unter einen Eimer, sondern auf einen Lampenständer solle die Lampe gestellt werden. „Wir wollen euer Leuchten heute einmal ganz bewusst sichtbar machen“, sagte Elke Jüngling den Mitarbeitenden. „Ihr bringt Licht hinein, wenn ihr euch Zeit nehmt jemandem zuzuhören, wenn ihr organisiert und plant und packt, wenn ihr mit Kindern lacht oder Eltern Orientierung gebt.“

Dabei sei es wichtig, auch auf sich selbst zu achten. Denn wer viel leuchtet, bei dem ist irgendwann auch mal die Batterie leer. „Wir dürfen immer wieder zur Quelle zurückkehren, um uns neu aufzuladen. Wir leuchten am besten, wenn wir uns immer wieder neu von Gottes Geist entzünden lassen.“

Als „Licht-Sucher“ wurden im Gottesdienst (der von Pfarrer Johannes Ditthardt musikalisch gestaltet und begleitet wurde) Mitarbeitende von allen 26 Standorten in Bochum und Herne sowie Vertreter als frischgebackene Glücks-Botschafterinnen und Glücks-Botschafter entsandt. Sie haben sich in zwei Langzeitfortbildungen das Konzept der Positiven Pädagogik angeeignet und tragen es zukünftig in ihren Arbeitsalltag und ihre Teams hinein. Die Positive Pädagogik verändere den Blickwinkel: Statt auf Defizite und Fehler schaut sie auf das, was gelingt, auf die Stärken eines Kindes oder Kollegen, auf individuelle Neigungen und Talente. Positive Pädagogik suche nach Ressourcen, nach Resilienz und dem, was Menschen aufblühen lässt.

Im Highlight des Gottesdienstes wurden nicht nur die Glücks-Botschafter von Elke Jüngling, Superintendent Dr. Gerald Hagmann und Torsten Kolodzie (Leiter der Claudiusakademie und Coach für Positive Pädagogik) gesegnet, sondern auch die Mitarbeitenden mit einem Dienstjubiläum besonders geehrt. Seit zehn oder sogar seit 25 Jahren tun sie ihren Dienst in der Schulbetreuung – das bedeute unzählige Hausaufgaben, AGs, Elterngespräche, hunderte von Schülerinnen und Schülern, die sie geprägt, begleitet und ins Leben entlassen haben, Reformen und Veränderungen, die sie mitgetragen haben. Außerdem wurden die neuen Kolleginnen und Kollegen begrüßt – 18 an der Zahl, wobei nicht alle teilnehmen konnten – und für ihren Dienst gesegnet.

Am Ausgang erhielten alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eine Kerze als Erinnerung, das Licht der Positiven Pädagogik und des Glaubens mit in den Alltag zu nehmen, bevor im Matthäushaus gemeinsam gefeiert wurde.

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