09/10/2026 0 Kommentare
Kreislauf der Liebe Gottes
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Kreislauf der Liebe Gottes
Frauenhilfe Laer feiert 130-jähriges Jubiläum
130 Jahre Barmherzigkeit, Gemeinschaft, Nächstenliebe, Gebet. Dafür stehen 130 Jahre Frauenhilfe Laer. Zu diesem besonderen Jubiläum hatte das Leitungsteam am ersten Oktobersonntag zu einem Festtag in das Gemeindehaus an der Grimmestraße eingeladen. Pfarrerin Birgit Leimbach, die selbst Mitglied der Frauenhilfe ist, leitete den Gottesdienst, der musikalisch durch den Organisten Martin Urban begleitet wurde.
In ihrer Predigt sprach Birgit Leimbach über die Barmherzigkeit, die dem Wesen der Frauenhilfe zugrunde liegt und in all ihrem Tun und allen Aktivitäten sichtbar und erlebbar wird. „Was du einem meiner geringsten Brüder getan hast, das hast du mir getan“, spricht Jesus im Gleichnis vom Weltgericht. „Das Überraschende an Jesu Worten ist die absolute Alltäglichkeit der Taten. Es braucht keine Heldenausrüstung, um barmherzig zu sein. Und genau das ist der Geist der Frauenhilfe“, so Birgit Leimbach.
Ob Basare organisieren, Krankenbesuche machen, Briefe an Einsame schicken, Kuchen backen – in jedem dieser Handgriffe stecke der unbewusste Gottesdienst, von dem Jesus hier spreche. „Ihr deckt Monat für Monat, seit 130 Jahren, alle 14 Tage den Tisch – mit Getränken und mit Essen, vor allem aber mit Gemeinschaft, Gebet und fröhlichem Austausch und immer auch mit interessanten Themen. Ihr sammelt Spenden und unterstützt damit verschiedene karitative Einrichtungen“, erzählte Birgit Leimbach weiter. „Die Gemeinschaft in der Frauenhilfe trägt die Frauen, die wiederum andere tragen. Es ist ein Kreislauf der Liebe Gottes, die durch eure Hände fließt.“
Die Frauenhilfe Laer wurde 1896 in der zu dem Zeitpunkt selbstständigen Kirchengemeinde Ümmingen gegründet. Seitdem treffen sich Frauen alle zwei Wochen. 24 Frauen gehören der Frauenhilfe heute an, etwa 15 Frauen kommen regelmäßig zu den Treffen und Aktionen. Geleitet wird die Frauenhilfe seit 2000 von einem Team. Das gibt allen die Möglichkeiten, sich gabenorientiert einzubringen: Eine organisiert, eine dekoriert, eine musiziert, eine andere ist die Küchenfee. Im Jahr 2006 gründete die Frauenhilfe das Kirchenkaffee, das jeden 3. Samstag im Monat stattfindet. Zunächst wurde es von verschiedenen gemeindlichen Gruppen ausgerichtet, heute, so erzählt Jutta Jacobi aus dem Leitungsteam, ist die Frauenhilfe jeden Monat am Start: Mit fleißigen und hochmotivierten Bäckerinnen und anderen, die Kartoffelsalat, Würstchen, und Brötchen beisteuern – alles auf Spendenbasis, sodass mit dem Erlös soziale Projekte wie der Kältebus oder die Suppenküche unterstützt werden.
Da, wo die Gemeinschaft eine so wichtige Rolle spielt, muss natürlich auch ein Jubiläum gebührend gemeinsam gefeiert werden. Nachdem das 125-jährige Jubiläum in die Zeit der Corona-Pandemie fiel und daher nicht in großer Runde begangen werden konnte, war der Festtag jetzt nach 130 Jahren umso sehnlicher erwartet worden. Und so versammelten sich nach dem Gottesdienst die Frauenhilfsschwestern und alle weiteren Festgäste an langen Tischen im Gemeindehaus, um bei Suppe und Kuchen in Erinnerungen zu schwelgen, sich auszutauschen und die Gemeinschaft zu genießen.
Bild: Das aktuelle Leitungsteam der Frauenhilfe – v.l. Jutta Jacobi, Traute Kosel, Helga Neumann und Ulla Klein – mit Pfarrerin Birgit Leimbach. Foto: privat
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