09/04/2026 0 Kommentare
Kein Platz für Gewalt
Kein Platz für Gewalt
# Prävention

Kein Platz für Gewalt
Kirchenkreise setzen Zeichen gegen sexualisierte Gewalt
Ein deutliches und sichtbares Zeichen gegen sexualisierte Gewalt setzen die Evangelischen Kirchenkreise Bochum, Gelsenkirchen und Wattenscheid sowie Herne in diesem Frühjahr. Anknüpfend an eine Fotoaktion im letzten Herbst zum weltweiten Aktionstag „Orange The World“ gegen Gewalt an Frauen und Mädchen machen jetzt orangefarbene Kirchenbänke vor evangelischen Kirchen und in Gemeindehäusern deutlich: Hier ist #KeinPlatzfürGewalt.
Die Farbe Orange als offizielle Kampagnenfarbe ist kein Zufall: Die Warn- und Signalfarbe vermittelt gleichzeitig Gefahr und Hilfe. So will auch die Aktion der Präventionsstelle, die die drei Kirchenkreise bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt unterstützt, gleichzeitig sensibilisieren und Hilfsmöglichkeiten aufzeigen.
Neben den orange leuchtenden Bänken, die öffentlich im Stadtbild Aufmerksamkeit auf das Thema lenken sollen, hat die Präventionsstelle gemeinsam mit den Gemeinden eine Reihe von Veranstaltungen für verschiedene Personengruppen organisiert, die auf die verschiedenen Facetten von sexualisierter Gewalt aufmerksam machen.
„Der Schutz vor sexualisierter Gewalt ist eine dauerhafte Aufgabe für uns als Kirche. Mit den orangefarbenen Bänken und mit den Veranstaltungen, die wir gemeinsam mit den Kirchengemeinden und Einrichtungen entwickelt haben, möchten wir signalisieren: Wir nehmen diese Aufgabe ernst, wir schauen genau hin und setzen uns dafür ein, dass Kirche ein sicherer Ort für alle wird“, erklärt Präventionsfachkraft Teresa Thater.
Vom 18. April bis zum 14. Juni finden verschiedene Veranstaltungen und Workshops zur Prävention von sexualisierter Gewalt statt. Viele Termine richten sich speziell an Kinder, Jugendliche und Eltern. Eine Übersicht und mehr Informationen gibt es hier auf der Webseite der Präventionsstelle.
Pfarrerinnen und Pfarrer aus den drei Kirchenkreisen beschäftigen sich bei einer gemeinsamen Pfarrkonferenz im Mai mit dem Thema Sexualisierter Gewalt in der Kirche. Die Kirchengemeinde Bochum-Südwest setzt das Thema auf die Agenda im Konfirmandenunterricht und Mitarbeitende im Haus am Luthergarten der Diakonie Ruhr und Ehrenamtliche aus der Kirchengemeinde Stiepel lernen im Deeskalationstraining, gewaltvolle Situationen zu vermeiden und zu entschärfen.
Übrigens: Die Bänke stammen ursprünglich aus der Pauluskirche in Langendreer, die im letzten Jahr zur Kletterkirche PauLA umfunktioniert wurde. Jugend- und Schulreferat aus dem Kirchenkreis Bochum haben mit Kindern und Jugendlichen das Thema „Gewalt“ pädagogisch und theologisch aufgegriffen und die Bänke während eines Workshops aufbereitet und orange gestrichen.

Teresa Thater und Susanne Reinelt (vorn v.l.) von der Präventionsstelle freuen sich mit dem Team der Kirchengemeinde Wiemelhausen – Holger Spies, Katja Roßbach-Blauth, Martin Röttger und Niklas Kreppel (hinten v.l.) – über die Bank, die vor der Melanchthonkirche ein sichtbares Zeichen gegen sexualisierte Gewalt setzt.
Jugendliche haben in der PauLA die Bänke, die aus der ehemaligen Kirche in Langendreer stammen, orange gestrichen.
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