16/10/2026 0 Kommentare
Junge Menschen reden mit
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Junge Menschen reden mit
Gründung des Jugendkonvents Bochum beendet Prozess für mehr Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen
Danke, dass Ihr euch engagiert! Dieser Satz fiel so oder so ähnlich in allen Grußworten, mit denen die Gründungsversammlung des Evangelischen Jugendkonvents begann. Mitte Oktober kamen im Matthäushaus die Vertreterinnen und Vertreter der Kirchengemeinden und weitere berufene und beratende Mitglieder zusammen und beendeten damit erfolgreich einen langen Prozess für mehr Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen.
Mit der Gründung des Jugendkonvents entsteht erstmals eine kreiskirchliche Kinder- und Jugendvertretung, in der junge Menschen maßgeblich über die Gestaltung und Ausrichtung der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit in Bochum mitbestimmen. Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren, die ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, machen mehr als die Hälfte der Mitglieder aus. Sie werden aus den Kirchengemeinden entsendet oder in das Gremium berufen.
„Unsere Gesellschaft braucht junge Menschen, die sich einmischen und einbringen“, bedankte sich Bürgermeisterin Martina Schnell bei den jungen Menschen, die sich in der Jugendvertretung engagieren. Auch Superintendent Gerald Hagmann betonte: „Ihr bekommt sicher mit, dass es in Sachsen-Anhalt und an anderen Stellen in unserem Land Menschen gibt, die unsere demokratischen Verhältnisse in Frage stellen. Und in unserer demokratischen Gesellschaft ebenso wie in unserer Kirche brauchen wir Menschen, die sagen: Uns ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit Vielen den Weg finden, den wir gehen wollen.“
Das sei manchmal anstrengend, aber wichtig für die Zukunft von Gesellschaft und Kirche. „Und weil ich sicher bin, dass einige von Euch auch aus diesem Grund hier sind, sage ich von Herzen ‚Danke“. Auch Stephan Kosel, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der offenen Türen in Bochum und Leiter der OT Laer, Landesjugendpfarrer Christian Uhlstein und Daniel Rempe vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen schlossen sich dem Dank an.
Der Jugendkonvent ist das höchste Organ der Evangelischen Jugend in Bochum. Er vertritt die Belange und Interessen der Evangelischen Jugend innerhalb des Kirchenkreises, aber auch gegenüber anderen Jugendverbänden, staatlichen und sonstigen Stellen, und entscheidet über die grundsätzliche Mittelverwendung, die der Evangelischen Jugend zur Verfügung gestellt werden. Zwischen den Tagungen des Konvents, die zwei Mal im Jahr stattfinden, führt der Leitungskreis diese Aufgaben aus. In dieses Gremium wählte der Konvent im Oktober Maria Witt, Julius Kayser, Felix Gronemeier, Max Kinkel, Lasse Jüngling, Giesbert Dumpich und Julius Grundmann. Rainer Blauth, Leiter des Kinder- und Jugendreferats und der Synodalbeauftragte für Kinder- und Jugendarbeit, Pfarrer Till Weiß, sind qua Amt als beratende Mitglieder vertreten.
Zudem wählte der Jugendkonvent seine Vertreterinnen und Vertreter für die Versammlung der Evangelischen Jugend von Westfalen: Auf der landeskirchlichen Ebene werden Lea Swoboda, Max Kinkel, Jan Reschke und Kirstin Zipproth künftig für die Evangelische Jugend aus Bochum sprechen.



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