Hospizarbeit im Zentrum des Lebens

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Hospizarbeit im Zentrum des Lebens

Ambulante Hospizarbeit informierte am Welthospiztag in der Bochumer Innenstadt

„So bunt wie das Leben“ lautete in diesem Jahr das Motto des Welthospiztages, der immer am zweiten Samstag im Oktober stattfindet. So bunt wie das Leben waren am Ende des Tages auch die Tafelwände, mit denen die Ambulante Hospizarbeit Passantinnen und Passanten in der Bochumer Innenstadt zum Nachdenken und zur Beteiligung einlud und so das Thema in das Zentrum des Lebens und der Stadt holte.

Was macht mein Leben bunter? Und: Bevor ich sterbe, möchte ich… - zu diesen beiden Überschriften konnten Interessierte ihre Gedanken und Antworten mit bunter Kreide notieren. Viele Wünsche waren dort zu lesen, von der Gründung einer eigenen Familie über Traumreisen und Zeit mit Freunden bis hin zu „mich für eine positive Zukunft einsetzen“. Auf der anderen Seite waren die Gründe, die das Leben bunt machen, mindestens so vielfältig: Auch hier wurden Familie und Freunde mehrfach genannt, aber auch Musik, Sport oder Gesundheit standen auf der großen Tafel. Für andere dürfen Bücher, Kuchen oder „Kölsch und der FC“ nicht fehlen.

Die großen Tafeln bildeten die Außenwände des „Wohnzimmers auf Zeit“, das die Ambulante Hospizarbeit Bochum auf dem Husemannplatz aufgebaut hatte. Ein Pflegebett (freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Sanitätshaus Ilse in Wattenscheid) zog viele Blicke auf sich, auch wenn die Hospizmitarbeiterinnen gelegentlich klarstellen mussten: „Pflegeberatung bieten wir hier nicht an.“ Stattdessen kamen die haupt- und ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen mit den Menschen ins Gespräch, informierten über die Möglichkeiten der Hospizarbeit – oder hörten manchmal auch einfach nur zu, wenn Erinnerungen an kürzlich Verstorbene oder eigene Erfahrungen in der Sterbebegleitung von Verwandten plötzlich an die Oberfläche drängten.

Mareike Häusler-Wallstein und Jana Goettner zogen ein zufriedenes Fazit am Ende des Tages. „Wir haben viele interessierte Menschen getroffen und viele gute Gespräche geführt, über unsere Arbeit und unsere Angebote, aber auch die Bedeutung der Hospizarbeit im Allgemeinen.“ Ganz besonders freuten sich die beiden Koordinatorinnen der Ambulanten Hospizarbeit auch über die Spendenbereitschaft der Bochumerinnen und Bochumer, denn die Arbeit des Hospizdienstes wird neben einer Förderung durch die Krankenkassen vor allem durch Spenden finanziert.

Über die Ambulante Hospizarbeit Bochum

Mit mehr als 40 qualifizierten ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern begleitet die Ambulante Hospizarbeit Bochum schwerstkranke und sterbende Menschen. Ziel ist es, ihnen auch in der letzten Lebensphase ein möglichst selbstbestimmtes, lebenswertes und geborgenes Leben zu ermöglichen. Das kostenfreie Angebot richtet sich an sterbende Menschen und ihre Angehörigen – im eigenen Zuhause ebenso wie in Altenpflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Die Begleitung steht allen Menschen offen, unabhängig von Nationalität, religiösem Bekenntnis oder sozialem Status.
Mehr: https://ambulante-hospizarbeit-bochum.de/

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