Ein Kindergarten mit Geschichte

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Ein Kindergarten mit Geschichte

Die Kita Finefrau in Hordel feiert 110-jähriges Jubiläum

Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Seit 110 Jahren ist der evangelische Kindergarten Finefrau ein Ort der Geborgenheit, der Gemeinschaft, der frühkindlichen Bildung, des Lachens und Wachsens. Eingeweiht im Jahr 1916, ist die Kita an der Finefraustraße sowohl ein Zeugnis der Bau- und Sozialgeschichte als auch des großen Engagements für Kinder mit hoher personeller Kontinuität. Das feiern die Kita und die Kirchengemeinde Bochum jetzt ein ganzes Jahr lang mit verschiedenen Veranstaltungen. Los geht es mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 28. Februar.

Die Bergarbeitersiedlung „Dahlhauser Heide“ im Bochumer Stadtteil Hordel entstand zwischen 1907 und 1915 nach Plänen des Kruppschen Architekten Robert Schmohl und gilt als eines der bedeutendsten Beispiele der Gartenstadtbewegung in Deutschland. Neben Wohnhäusern entstanden auf Kosten der Firma Krupp von Beginn an auch soziale Einrichtungen, darunter katholische und evangelische Kindergärten.

Die erste Leiterin des Kindergartens Finefrau war Schwester Anna. Sie begleitete von der Eröffnung im Jahr 1916 mehr als 50 Jahre lang Generationen von Kindern und prägte die frühkindliche Entwicklung. In ihre Zeit fiel auch die Wieder-Eröffnung des Kindergartens nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1952, an der auch der damalige Leiter der Zechen Hannover und Hannibal, Bergwerksdirektor Fritz Lange, teilnahm.

Auch die Nachfolgerinnen von Schwester Anna knüpften an die Beständigkeit und personelle Kontinuität an. Frau Mennebäck war 40 Jahre lang als Leiterin der Kita aktiv und auch die heutige Leiterin, Elke Finger-Zirkler, kann bereits auf mehr als 40 Jahre Dienst zurückblicken. Diese lange Verbundenheit der Mitarbeitenden ist ein wesentlicher Teil dessen, was die Kita Finefrau bis heute ausmacht. Der Geist der ‚Finefrauen‘ ist für jeden spürbar, der als Gast die Kita betritt und die harmonische Atmosphäre wahrnimmt.

Die Kita startet in ihr besonderes Jubiläumsjahr mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 28. Februar, von 11 bis 16 Uhr. Unter dem Motto „Kindergarten im Wandel der Zeiten“ gibt es ein Programm mit Spiel, Spaß, vielen kleinen und großen Überraschungen und leckerem Essen. Eine Fotoausstellung bietet Einblicke in die Arbeit der Kita damals und heute.

Am Freitag, den 8. Mai, lädt die Kita um 14 Uhr zum Sponsorenlauf in den Barbara-Park ein. Kita-Kinder und Mitarbeitende werden laufen, um Spenden für die Innenausstattung der Kita zu sammeln. Im Anschluss findet rund um die Kita ein Flohmarkt statt. Bei Kaffee und Kuchen ist Zeit zum Stöbern, Entspannen und für gute Geschäfte.

Weiter geht es dann am Freitag, 11. Dezember, um 16 Uhr, wenn es wieder heißt: „Hordelwood proudly presents:“ Die Eltern der Kita spielen ein Theaterstück, das die Zeit des Wartens auf das Christkind für junge und junggebliebene Kinder gleichermaßen versüßt.

Zum Abschluss feiert die Kita am Samstag, 19. Dezember, um 14 Uhr ein besonderes Weihnachtsfest auf dem Außengelände: Mit lebendiger Krippe, anderen weihnachtlichen Bräuchen, Bratwurst, Waffeln und heißen Getränken.

Bei allen Veranstaltungen sammelt der Förderverein der Kita Spenden für Modernisierungsmaßnahmen im Inneren der Kita: In den Sommerferien sollen Heizkörper saniert, Fensterbänke energetisch erneuert werden und automatische Fensteröffnungen installiert werden. Sanierungen im Außenbereich des Gebäudes – Instandsetzung und Erneuerung des Fachwerks und Holzschutzes, Dachsanierung und Erneuerung von Fenstern – übernimmt zeitgleich der Träger, die Kindergartengemeinschaft des Evangelischen Kirchenkreises Bochum.

Die Archiv-Bilder stammen von der Wieder-Eröffnung der Kita im Jahr 1952. Das Titelbild zeigt Schwester Anna, die erste Leiterin des Kindergartens, und Bergwerksdirektor Fritz Lange, der damals die Zechen Hannover und Hannibal leitete.

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