16/07/2026 0 Kommentare
Aus der Perspektive der Kinder
Aus der Perspektive der Kinder
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Aus der Perspektive der Kinder
Kita- und OGS-Fachkräfte absolvierten Fortbildung
Kinderperspektivenansatz: Klingt ein bisschen sperrig, doch dahinter verbirgt sich ein neuer und besonderer Zugang zu der Frage, was für Kinder gute Qualität im Kindergarten oder der Schulbetreuung ausmacht. Fachberaterin Kerstin Marx (auf dem Bild ganz links) der evangelischen Kindergartengemeinschaft ist eine von bisher nur wenigen Multiplikatorinnen in Nordrhein-Westfalen und hat in einer 100-stündigen Fortbildung 11 Fachkräfte aus evangelischen Kitas und OGS in Bochum weitergebildet.
Der Kinderperspektivenansatz (KPA), der von Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann und Bastian Walther vom Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration zusammen mit der Bertelsmann-Stiftung entwickelt wurde, steht für einen forschenden Zugang zu den Erfahrungen, Orientierungen und Praktiken von Kindern. Das Verhalten und die Wünsche der Kinder sollen so nicht nur besser verstanden werden, sondern fließen auch direkt in die Qualitätsentwicklung der jeweiligen Einrichtung mit ein.
Die Bochumer Teilnehmerinnen lernten in der Fortbildung die Forschungsmethoden kennen, die sie im Anschluss in ihren eigenen Einrichtungen direkt praktisch anwendeten. In einer Kita wurden so die Interessen und Bedarfe der Kinder bei der Raumgestaltung berücksichtigt. Während die Kita-Leitung überzeugt war, der Bauraum brauche eine Neugestaltung, wurde im Prozess klar: Die Kinder finden den Bauraum ziemlich cool, so wie er ist, und wünschten sich aber stattdessen ein „Make-Over“ im Rollenspielraum. Auch die Kleinsten können bei den Methoden schon einbezogen werden – so ergab sich zum Beispiel ein neuer Blick auf das, was für eine erfolgreiche Kita-Eingewöhnung wirklich wichtig ist.
Zukünftig, erklärt Kerstin Marx, sollen in der Arbeit mit dem KPA die Bereiche Vielfalt und Inklusion noch stärker berücksichtigt werden, sodass auch die Perspektiven von Kindern, die beim Spracherwerb eingeschränkt sind oder kein Deutsch sprechen, mit einfließen können.
Zum Abschluss der Fortbildung stellten die Teilnehmerinnen die Forschungsergebnisse aus ihren Einrichtungen vor und erhielten ihre Urkunde zum erfolgreichen Abschluss ihrer Weiterbildung.
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