Freie Wohlfahrtspflege plant Menschenkette für Demokratie und Menschlichkeit

Erstellt am 27.02.2024

Am 3. März soll eine Menschenkette die Rathäuser in Bochum und Herne verbinden

„Seite an Seite für Demokratie und Menschlichkeit“ heißt es am 3. März in Bochum und Herne. Dann nämlich planen die Träger der Freien Wohlfahrtspflege eine Menschenkette, die die Rathäuser beider Städte miteinander verbinden soll.

„Die verbalisierten Vorhaben des rechten Spektrums, millionenfach in Deutschland lebende Menschen vertreiben zu wollen, haben uns schockiert. Wir reden über Menschen, über Freundinnen und Freunde, über Kolleginnen und Kollegen, die davon betroffen wären“, betont Marc Schaaf, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Bochum (AGW), die den Termin am 3. März organisiert. Unterstützt wird sie dabei von der Freien Wohlfahrtspflege in Herne.

So sind vor allem die Mitarbeitenden der Freien Wohlfahrtspflege mit Migrationshintergrund aufgerufen, sich in die Menschenkette einzureihen. „Auf diesem Weg wollen wir einmal zeigen, wie viele Menschen tagtäglich für andere Menschen da sind, sie betreuen, versorgen und begleiten in unseren Einrichtungen von der Kita bis zum Seniorenzentrum – und auf einmal nicht mehr da wären, wenn die menschverachtenden Pläne zur Umsetzung kämen“, schildert Marc Schaaf.

Natürlich sind auch alle anderen Kolleginnen und Kollegen, alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, sich solidarisch zu zeigen und die Menschenkette um 15 Uhr gemeinsam zu schließen. Die Strecke führt vom Rathaus Bochum (Glocke) aus gesehen über die Hans-Böckler-, Herner-, Bochumer-, Bahnhof- und Behrensstraße bis zum Rathaus in Herne. Die Träger der Freien Wohlfahrtspflege betreuen auf der Strecke unterschiedliche Abschnitte mit Orderinnen und Ordnern. Die Diakonie Ruhr ist in Bochum für den Abschnitt auf der Herner Straße zwischen dem Bergbaumuseum und der Trinitatiskirche in Riemke verantwortlich.

„Wir stehen ein für Demokratie, Menschlichkeit und die Menschen, die an unserer Seite stehen und Menschen zur Seite stehen, die auf ihre Hilfe angewiesen sind. Und setzen damit ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, kündigt Marc Schaaf an.