Gott sei Dank: Am Ende des Tunnels ist Licht

Erstellt am 09.04.2023

Osterbotschaft von Superintendent Gerald Hagmann

„Es gibt ein Licht ganz am Ende des Tunnels!“ So spricht die Mutter der Hauptfigur Rusty im Bochumer Rekord-Musical „Starlight Express“ ihrem Sprössling Mut zu.

Fast 40 Jahre alt ist das Musical inzwischen. Schon damals ging es um die Frage der Energie der Zukunft. Aber in dem Lied vom Licht am Ende des Tunnels geht es natürlich um mehr. Immerhin lässt Musical-Macher Andrew Lloyd Webber Rustys Mama von einem Zeichen des Erzengels Gabriel singen. Er gilt schon im Alten Testament als der Überbringer göttlicher Nachrichten in unheilvollen Zeiten. Und da spürt man schon: Es geht nicht nur um Treibstoff, sondern um existentielle Energie, um Hoffnung in hoffnungslosen Zeiten.

In dieser Zeit, in der sich die Krisen die Klinke in die Hand geben, in der (Kinder-)Armut auf Inflation, Inflation auf Energiekrise, Energiekrise auf Putins Angriffskrieg, Krieg auf Pandemie folgt – um nur zu nennen, was bei uns vor der Haustür liegt – mag das für Menschen in besonderen Notlagen existentiell wichtig sein: sich nicht die Hoffnung nehmen zu lassen.

Um Hoffnung geht es auch beim Osterfest. Die biblischen Ostergeschichten von Jesu Tod und Auferstehung erinnern daran, dass es selbst in den ausweglosesten Situationen Grund zur Hoffnung geben kann. Gott hat es durch seinen Sohn selbst erlebt: Jesus war ganz am Ende: verspottet, gemobbt, verfolgt, gedemütigt, gefoltert und getötet. Am Osterfest feiern wir, dass er all das Elend überwunden hat. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Das Licht am Ende des Tunnels schenkt eine neue Energie ganz anderer Art: Die Energie, nach vorn zu schauen. Dem Frühling entgegen. Und mit dieser Energie denjenigen zur Seite zu stehen, die meine Hilfe heute besonders brauchen. Gott sei Dank: Am Ende des Tunnels ist Licht.

Superintendent Gerald Hagmann