Eine segensreiche Zeit in Weitmar-Mark

Erstellt am 11.11.2020

Pfarrer Eckhardt Loer wechselt nach 31 Dienstjahren nach Wiemelhausen

Pfarrerin Heidrun Schmidt-Solty und Superintendent Gerald Hagmann (r.) verabschiedeten Pfarrer Eckhardt Loer aus seinem Dienst in der Kirchengemeinde Weitmar-Mark. Foto: KK

Als Pfarrer im eigenen Gottesdienst besonders begrüßt zu werden – das kommt nur selten vor. Am vergangenen Sonntag (8. November) machte Pfarrerin Heidrun Schmidt-Solty eine Ausnahme und begrüßte ihren Kollegen Eckhardt Loer zu dessen letztem Gottesdienst in der Emmauskirche persönlich. Nach 31 Jahren Dienst in der Kirchengemeinde Weitmar-Mark wurde Pfarrer Loer aus der Gemeinde verabschiedet.

Allerdings nicht in den Ruhestand: Der 62-jährige Theologe wechselt auf eine ganze Stelle in die benachbarte Kirchengemeinde Wiemelhausen, wo er seit 2010 bereits mit einer halben Stelle tätig ist.

Sicherlich ganz anders wäre der Tag verlaufen, wären da nicht die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Auch wenn eine große Feier nicht möglich war, „einfach Nicht-mehr-da-sein geht auch nicht“, erklärte Loer. Der Gottesdienst, der unter Einhaltung aller Infektionsschutzmaßnahmen gefeiert wurde und den Wilhelm Beule an der Orgel musikalisch begleitete, und die anschließenden kurzen Grußworte zeigten deutlich: Pfarrer Loer hat in seiner langen Dienstzeit in der Gemeinde viel bewegt und viele, auch sehr persönliche Eindrücke hinterlassen.

In seiner Predigt sprach Loer über die Heilkraft Gottes: „Sie ist in der Welt und in uns allen angelegt.“ Manchmal brauche es nur einen kleinen Anstoß, damit wir sie auch wahrnehmen. Er wünschte der Gemeinde, „dass die Heilkraft unser Leben berührt und dass wir in Krisenzeiten die Hoffnung auf sie nicht verlieren.“

Superintendent Gerald Hagmann erinnerte sich in seiner Ansprache an Eigenschaften und Gaben von Eckhardt Loer, die ihn selbst inspiriert haben. „Ich war dein Vikar und durfte in dieser Zeit nicht nur vieles bei dir kennenlernen, sondern auch dich als Menschen kennenlernen“, erzählte er. Besonders seinen Umgang mit Sprache und seine Ehrlichkeit habe er an Eckhardt Loer bewundert. „Als Du im Konfirmations-Gottesdienst erzählt hast, wie unwohl Du Dich selbst als 14-Jähriger in Deiner eigenen Haut gefühlt hast, konnte man genau spüren, was für ein Gefühl von Geborgenheit das bei den Konfirmanden ausgelöst hat.“ Eine segensreiche und gute Zeit seien die 31 Dienstjahre in Weitmar-Mark gewesen, schloss Hagmann.

Das war auch in den Grußworten im Anschluss an den Gottesdienst zu merken. „Ich bin sehr dankbar, mit Ihnen einen Kollegen zu haben, dem das Geistliche in der Kirche immer wichtig war“, sagte Gemeindepfarrerin Heidrun Schmidt-Solty. Erinnerungen an die gemeinsame Zeit teilten auch Mitarbeiterinnen aus der Kita, der Jugendarbeit und dem Presbyterium mit der Gemeinde und bedankten sich bei Loer für die Zusammenarbeit.

Hannah Praetorius