Auch im schottischen Falkirk finden digitale Gottesdienste statt

BOCHUM/FALKIRK - Digitale Gottesdienste, Videokonferenzen und unzählige Telefongespräche – diese Dinge prägen auch das kirchliche Leben der Church of Scotland im Partnerkirchenkreis Falkirk, im Süden Schottlands in der Mitte zwischen Glasgow und Edingburgh gelegen.


Wo wir bereits Erfahrungen mit Präsenzgottesdiensten gesammelt haben, öffnen in Schottland die Kirchen nur zu persönlichem Gebet - und selbst die Geschäfte im Land sind bis auf die Supermärkte immer noch geschlossen, erzählt Norah Summers, Presbyterin und Leiterin einer Frauengruppe, die in früheren Jahren auch in verschiedenen nationalen Gremien aktiv war und manchen in Bochum von gelegentlichen Besuchen bekannt ist.

Ein Gebetsbaum in der Kirche lädt auch zufällige Gäste ein, ihre Gebetsanliegen aufzuschreiben, Ehrenamtliche werden diese Gebete sammeln und vor Gott bringen.

Robert Allan, Pfarrer der Innenstadtkirche in Falkirk, ermutigt in seinem Gemeindebrief die Menschen, die Herausforderungen durch Corona im Gebet anzunehmen und Neues zu umarmen zum Wohle zukünftiger Generationen. „Gottesdienste und Gebete in der digitalen Welt sind anders,“ schreibt Allen. „Wie werden sie sich verändern, wenn wir wieder in der Kirche feiern können?“

Zunehmende Armut und Wohnungslosigkeit machen vielen Menschen nicht nur in den Kirchen Sorge. Darum werden nicht nur Mitarbeitende aus der Gesundheitsversorgung in die Gebete eingeschlossen, sondern auch die Haupt- und Ehrenamtlichen der Tafeln und in der Begleitung von Wohnungslosen. Die Gesundheitsversorgung in Großbritannien ist Sache der Landesteile, Schottland hat also Corona-Maßnahmen gelegentlich anders als England entschieden.

„Wir haben uns recht gut informiert gefühlt,“ meint die selbstbewusste Schottin Norah Summers und hofft gemeinsam mit ihren Landsleuten, dass sie die Krise in Schottland möglichst gut überstehen.