Historisches Altartuch bekommt neuen Ehrenplatz im Hustadtzentrum

Erstellt am 17.09.2020

Baukirchmeister und Küster Harald Dombrowski mit dem historischen Altartuch. Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

 

Ein neues – oder besser gesagt altes – Altartuch ziert ab sofort den Altar im Hustadtzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Querenburg. "Schuld" daran ist Baukirchmeister und Küster Harald Dombrowski. Er schenkte der Gemeinde ein Altartuch von seiner Tante und Diakonisse Schwester Margarethe (Saborosch).


Das Bemerkenswerte daran: Die damals schon im Ruhestand lebende Schwester rettete 1976 das Tuch vom Altar der ehemaligen Kapelle im Wittener Mutterhaus, als diese einem Klinikneubau weichen musste. „Bevor sie mir das Tuch kurz vor ihrem Tod anvertraute, erzählte sie mir, dass es bereits 1928 bei ihrer Einsegnung ins Diakonieseminar auf dem Altar lag“, berichtet der Presbyter.

Bei Dombrowski zunächst kam die Decke jahrelang in den Schrank, bis sie nun einen neuen Einsatzort fand. Für Pfarrer Christian Zimmer eine tolle Sache. „Uns gingen die Altartücher langsam aus, weil das eine oder andere durch den jahrelangen Gebrauch zerschlissen war. Dank Harald hat sich das Problem auf wunderbare Weise gelöst“, strahlt er. Und einen schönen Platz bekomme das historische Tuch zudem.

Die auf den ersten Blick unscheinbare Decke ist damit nun der älteste Gegenstand im Haus. Das Hustadtzentrum wurde erst 1970/71 errichtet im Zuge der Gründung der evangelischen Gemeinde in Querenburg.

Fritz-Wicho Herrmann-Kümper