Ausstellung "Wie meine Hoffnung überlebt hat" in der Pauluskirche

Erstellt am 08.01.2020

Wanderausstellung dokumentiert das Schicksal nach Bochum geflüchteter Frauen

 

Nach der vielbeachteten Premiere im vergangenen Herbst geht die Ausstellung „Wie meine Hoffnung überlebt hat - Frauengeschichten von Fluch und Vertreibung“ im neuen Jahr auf Wanderschaft durch Bochumer Kirchen und Ausstellungsräume. Erste Station ist ab Sonntag (12.1.) die Pauluskirche an der Grabenstraße. Dort wird die Präsentation um 10 Uhr mit einem Gottesdienst eröffnet.

Die Dokumentation rückt Frauen in den Fokus, die mitten in Bochum leben und die in ihrem Leben gezwungen waren zu flüchten. Es sind alte Frauen und junge. Frauen, die ihre Wurzeln in Deutschland haben und Frauen, die aus vielen anderen Ländern nach Deutschland geflüchtet sind.

"Sie schöpfen ihre Kraft aus dem Glauben, aus Musik oder Tanz und aus der Hilfe und Unterstützung von anderen Menschen", sagt Pfarrerin Eva-Maria Ranft vom Frauenreferat der Evangelischen Kirche in Bochum.

„Elf Frauen aus Bochum und Umgebung haben ihre Fluchtgeschichte erzählt“, erläutert Pfarrerin Ranft das Konzept der Ausstellung: Wie sie als Kind die Tiere unversorgt auf dem Bauernhof in Ostpreußen zurücklassen mussten, oder wie sie überhaupt nur mit der Kraft ihres Glaubens den gefährlichen Weg über den Grenzfluss Kongo wagen konnten. Sie sind Christinnen und Musliminnen - und sie kommen aus Syrien, aus Bosnien, aus dem Kongo, aus Togo und aus Deutschland.

Nun erzählt die Ausstellung „Wie meine Hoffnung überlebt hat - Frauengeschichten von Fluch und Vertreibung“ ihre Geschichten in „lebendiger und anschaulicher Weise“, kündigt Pfarrerin Ranft an. Die Ausstellung ist auf Arabisch und Lingala (Kongo) übersetzt.

In der Pauluskirche ist die Ausstellung bis zum 2. Februar zu sehen und kann jeweils dienstags bis freitags von 11 Uhr bis 17 Uhr sowie samstags von 11 Uhr bis 16 Uhr. Außerdem können weitere Besichtigungstermine beim evangelischen Frauenreferat vereinbart werden unter Tel.: 0 234 / 35 40 71 oder per E-Mail: frauenreferatdontospamme@gowaway.web.de

Rolf Stegemann

Weitere geplante Ausstellungstermine:

•    6. 02.-4. 03.: Emmauskirche in Weitmar-Mark, Karl-Friedrich Str. 65 a

•    7. 03 -23. 03.: Bildungs- und Verwaltungszentrum, Gustav-Heinemann-Platz 2-6

•    17. 05.-31. 05.: Evangelische Kirche in Werne, Kreyenfeldstr. 32

•    07. 06.-21. 06.: Evangelische Altstadtkirche in Gelsenkirchen, Heinrich König-Platz

•    29. 08.-13. 09.: Christuskirche in Gerthe, Lothringer Str. 29

•    26. 09.-12. 10.: Stadtteilzentrum Q 1, Halbachstr. 1

•    27. 10.-13. 11.: Matthäuskirche in Weitmar, Matthäusstr. 5