„Es ist wie ein riesiges Klassentreffen“

Erstellt am 24.09.2019

Das Schulreferat Bochum ist seit 20 Jahren auf Tour

Zum Gruppenbild formierten sich die Mitarbeitenden des evangelischen Schulreferats auf ihrem 20. Betriebsausflug. Foto: KK

 

Fand die Mondlandung nur im Filmstudio statt? Existiert Bielefeld gar nicht? Wollen die Kondensstreifen am Himmel die Bevölkerung vergiften und setzen die Scancodes auf Produkten negative Energien frei? Lenken die Freimaurer die Geschicke der Welt? Verschwörungstheorien bewegen die Menschheit seit Jahrhunderten. Der Glaube an konspirative Theorien ist so populär wie nie. "Fake News" haben in Zeiten von Social Media Hochkonjunktur. 86 der über 200 Betreuungskräfte des evangelischen Schulreferates Bochum hatten sich an einem herrlichen Spätsommertag zum Kloster Dalheim auf den Weg gemacht, um hinter die Kulissen von 900 Jahren Verschwörungstheorien zu blicken.


Kaum zu glauben, aber wahr: Die Fahrt zur Sonderausstellung des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur war bereits der 20. Betriebsausflug dieser Art. Nach dem Besuch der äußerst sehenswerten Ausstellung in der prachtvollen Klosteranlage führte die nächste Station zum Möhnesee, denn eine Schifffahrt darf im Ausflugsprogramm des Schulreferates nicht fehlen.

Ein weiteres Ziel dieser Tagesexkursion war dann das weltweit einmalige Grünsandstein-Ensemble der Soester Altstadt. In rustikal gemütlicher Atmosphäre mit einem in das Restaurant integrierten 1200 Jahre alten Brunnen ließen die Mitarbeitenden den Tag gemeinsam lukullisch ausklingen.

Angefangen hat alles mit einer Fahrt zur Expo 2000 in Hannover. In den folgenden Jahren führten die Exkursionen in alle Himmelsrichtungen, wobei der Westen einen deutlichen Schwerpunkt bildete.

Die dominante Holland-Fraktion hat sich in mehr als der Hälfte der Ausflüge mit ihren Wünschen durchgesetzt: Rotterdam, Nijmegen, Enkhuizen, Groningen, Leiden, Alkmaar, Delft, Maastricht, Giethoorn, Arnheim, Utrecht und Dordrecht reihen sich wie Perlen auf einer Kette.

Aber auch Ausflugsziele wie Bremen und Ahrweiler, oder Visiten auf der Straußenfarm und auf dem Bio-Hof von „Bauer Bernd“ sind nachhaltig in Erinnerung geblieben.

Mit diesem Angebot möchte das Schulreferat seine wertschätzende Haltung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Offenen Ganztagsschule zum Ausdruck bringen. Das kommt an.

Eine Mitarbeiterin war schon von der ersten Stunde an mit dabei und hat keine Fahrt ausgelassen, selbst mit Säugling auf dem Arm war sie dabei. Nach ihrer Motivation befragt sagt Anna Andronikou: „Neben den attraktiven Zielen wie Schloss Moyland ist es das schul- und teamübergreifende Gemeinschaftserleben. Es ist wie ein riesiges Klassentreffen.“

Kaum zu glauben, aber wahr: Mittlerweile springt schon eines ihrer Kinder als Betreuungskraft im Schulreferat ein und absolviert dort jetzt auch seine Praxisintegrierte Ausbildung zum Erzieher (PIA).

Volker Böcker