Hinter den Kulissen der Lebensader Ruhr

Erstellt am 30.03.2019

Evangelischer Männerdienst aus Langendreer besichtigt Kläranlage im Ölbachtal

Der evangelische Männerdienst Langendreer-Dorf bei der Führung durch die Kläranlage an der Ruhr. Foto: Männerdienst

 

Schon 1922 ging die Kläranlage im Ölbachtal unterhalb der heutigen Ruhr-Universität in Betrieb, um überwiegend Abwässer aus dem Bergbau zu klären. Das erfuhren die Teilnehmer einer Exkursion, zu der der evangelische Männerdienst Langendreer-Dorf eingeladen hatte.


Nach einem Vortrag zur Geschichte und Funktionsweise der inzwischen drittgrößten Kläranlage an der Ruhr folgte eine Führung durch die Anlage. Die Teilnehmer - darunter Vorsitzender Karel Niedenführ- erfuhren dabei viel über die Abläufe im modernen Klärbetrieb der heute vierten Generation.

So reinigt die Anlage täglich bis zu 193.000 m³ Abwasser für 320.000 Einwohner im Einzugsgebiet. Kohlenstoffe, Phosphor und Stickstoffe werden dabei herausgefiltert. Die neuen Herausforderungen liegen jedoch bei der Klärung von Nitraten und Schwermetallen, insbesondere Quecksilber. Hinzukommen Medikamenten-Rückstände.

"Die Idee zum Besuch der Kläranlage entstand im vergangenen Jahr bei einer Vortragsreihe im Männerdienst", erinnerte sich Schriftführer Hans Wilhelm Ruland: "Dabei ging es, passend zu dieser Führung rund um die Abwasseraufbereitung, um die Renaturierung der Ruhr und deren Funktion als Lebensader in unserer Region." Ruland organisierte den Besuch in der Anlage des Ruhrverbandes. Außer den Mitgliedern des Männerdienstes beteiligten sich Arnold Nicolaisen, Kreisvorsitzender der evangelischen Männerarbeit Bochum, sowie Gäste aus Männerdiensten der Nachbargemeinden an der Exkursion.

Fritz-Wicho Herrmann-Kümper