Die Taufe verbindet die Christen in der Welt

Erstellt am 17.12.2018

Internationaler Gottesdienst im Thomaszentrum in Querenburg

Vereint im Glauben und der Taufe: Elf Christen aus acht Ländern und drei Kontinenten gestalteten den Internationalen Gottesdienst. Von links: Pfr. Johan Lee, Taegeon Seong, Pfr. Hee-Moon Kim (alle Südkorea) Pfarrerin Ngoy Leita (Tansania), Resi (Bangladesh), Pfarrerin Adelheid Neserke, Yifan Lu (China), Tezita Legesse (Äthiopien), Irene (Tansania), Anita Mirza (Irak) und Jörg (Ruanda). Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

 

"Diesen Gottesdienst fand ich sehr ansprechend. Obwohl die Menschen oft in einer anderen Sprache redeten und sangen, gingen mir ihre strahlenden Gesichter und ihre Begeisterung für unseren christlichen Glauben sehr nah." Das erklärte Besucherin Helga Wollenhaupt zum Internationalen Gottesdienst im Thomaszentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Querenburg.


Pfarrerin Adelheid Neserke gestaltete den Gottesdienst zusammen mit zehn Christen aus acht Ländern und drei Kontinenten. Neserke vertrat dabei Europa. "Ihr Team" ist derzeit überwiegend beim benachbarten Ökumenischen Studienwerk zu Gast. Koreanische und indonesische Gemeinden aus Bochum wirkten zudem mit.

Auch Sung Bam aus einer der koreanischen Gemeinden in der Stadt fand den Gottesdienst toll. "Viele Sprachen kamen zum Einsatz. Das Miteinander beim Sprechen und Singen zeigte, wie intensiv uns der Glaube durch die Taufe zu Christen verbindet", erklärte er.

Die Taufe "als ein Symbol der Einheit in Christus" für alle Christen nahm auch Pfarrerin Leita Ngoy aus Tansania, die seit sechs Monaten in Deutschland lebt, in ihrer ersten deutschsprachigen Predigt auf. "Durch die Taufe bekommen wir alle neue Kleider, neue Identitäten in Christus, wir gehören zu einer Familie, der christlichen Familie", sagte die gebürtige Kongolesin. Und weiter mit Blick auf die Adventszeit. "Teilen wir unsere Liebe miteinander. Wo Liebe ist, da ist Einheit und wo es Einheit gibt, ist Christus da", rief sie den mehr als 100 Zuhörerinnen und Zuhörer aus unterschiedlichen kulturellen und christlichen Traditionen zu.

Für das Taufthema gab es nicht allein einen symbolischen Grund sondern auch einen Praktischen. Im Gottesdienst wurde Raphael Jeron Frerix getauft. Den Segen erhielten er und seine Familie gleich mehrfach und ebenso vielsprachig: auf amharisch, bengalisch, chinesisch, koreanisch und in einem tansanischen Dialekt.

"Wir hatten einen lebendigen und bunten Gottesdienst", zog Pfarrerin Neserke deshalb zufrieden Bilanz.

Fritz-Wicho Herrmann-Kümper