Knappen spenden für "Flügelort"

Erstellt am 30.06.2018

Ökumenische Kirchschicht: Kollekte fördert Mutter-/Vater-Kind-Einrichtung

Die Kollekte der 20. Ökumenischen Kirchschicht überreichte Uwe Enstipp, 1. Vorsitzender des Landesverbands der Berg- u. Knappenvereine (3.v.l) an Bereichsleiterin Ilka Bartnik (1.v.l.) und Teamleiterin Silke Müllers (4.v.l.). Mit dabei Kassenführer Heinz Jürgen Steinbach vom Landesverband und Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff, Direktor des Deutschen Bergbaumuseums (r.). Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

„Flügelort heißt im Bergbau ein Nebenweg. Wir hoffen, dass Ihre Frauen - auch mit unserer Hilfe - wieder auf den Hauptweg zurückfinden.“ Das erklärte jetzt Uwe Enstipp, 1. Vorsitzender des Landesverbands der Berg- und Knappenvereine Nordrhein-Westfalen e.V., als er den Mitarbeitenden der Mutter-/Vater-Kind-Einrichtung "Flügelort" der Evangelischen Jugendhilfe Bochum 600 Euro überreichte.


Die Summe stammte aus der Kollekte der 20. Ökumenischen Kirchschicht in der Propsteikirche, die die Knappen zum St.-Barbara-Tag im vergangenen Dezember feierten. Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff, der Direktor des Deutschen Bergbaumuseums, ließ es sich deshalb als Mitveranstalter dieser Kirchschicht nicht nehmen, bei der Spendenübergabe dabei zu sein.

Die Mitarbeitenden und Bewohner freuten sich über die Spende, die sie seit dem Ökumenischen Bergmannsgottesdienst im Jahr 2014 regelmäßig erhalten. "Unser Mutter-/Vater-Kind-Haus konnte dadurch in der Vergangenheit manches für die Hausgemeinschaft finanzieren, das durch die öffentliche Förderung nicht abdeckt wird", strahlte Bereichsleiterin Ilka Bartnik. In diesem Jahr freuen sich die derzeit sieben Mütter und acht Kinder unter anderem über einen Kinder-Traktor für den Garten, der ebenfalls durch Spenden finanziert wurde. Hinzukommt Kindergeschirr aus Melamin. Bartnik: "Das Geschirr ist bruchsicher. Dadurch können wir den Garten nun auch für ein Picknick nutzen."

Die Einrichtung "Flügelort" gibt es als stationäres Angebot für junge Mütter und Väter am Gerther Marktplatz seit Oktober 2010. Auf 280 Quadratmetern und vier Geschossen bieten acht Elternräume mit angeschlossenem Kinderzimmer Platz. Hinzukommen zwei Bäder und eine „Teeküche“ pro Flur in den Wohnbereichen. Das Erdgeschoss ist der Treffpunkt mit Küche und Esszimmer für die Mahlzeiten sowie einem größeren Spiel-, Beratungs- und Therapieraum.

Die Einrichtung ist in der Trägerschaft der „Evangelischen Jugendhilfe Bochum“, die zum Diakonieverbund Schweicheln e.V. gehört. Weitere Infos zur Arbeit im Internet unter www.ejh-bochum.de.

 Fritz-Wicho Herrmann-Kümper