Barrierefrei in unseren Kirchengemeinden

Erstellt am 05.11.2018

Synodaler Fachausschuss hat Vorschläge entwickelt

In vielen Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen ist in den letzten Jahren viel geschehen, damit Gebäude und Veranstaltungen barrierefrei zugänglich sind, um möglichst vielen Menschen eine Teilhabe zu eröffnen. Denn Barrierefreiheit - zunehmend ein gesellschaftliches Thema - kommt nicht nur Menschen mit Handicap zugute, sondern kann auch allen anderen in vielen Situationen das Leben leichter machen.

Der synodale Fachausschuss „Frauenfragen“ hat sich länger mit diesem Thema beschäftigt, auch unter dem Aspekt, dass viele Frauen, die in der Mitte der Gemeinden alt geworden sind, heute auf verschiedenen Ebenen barrierefrei Zugänge brauchen.

„Der Fachausschuss hat Vorschläge entwickelt, wie Kirchengemeinden auf ihrer Homepage die Möglichkeiten der barrierefreien Teilnahme an Veranstaltungen in Gemeindehäusern und Kirchen transparent machen können“, erläutert Pfarrerin Eva-Maria Ranft. So können Gemeinden auf bereits erreichte Barrierefreiheit hinweisen, ggf. Ersatzlösungen anbieten, besonders gelungene Beispiele der Barrierefreiheit hervorheben und auch Mängel benennen.

So gewinnen Menschen, die auf verschiedene Weise auf Barrierefreiheit angewiesen sind, Autonomie und Entscheidungsfreiheit. „Damit fühlen sie sich zugleich gesehen, ernstgenommen und eingeladen“, sagt Ranft.

Dabei geht es natürlich zum einen um die Frage von Rampen und Behinderten-Toiletten, Hörschleifen oder Gesangbüchern in Großdruck. Die Aufmerksamkeit richtet sich aber auch auf Möglichkeiten, barrierefrei am Abendmahl teilzunehmen oder Angebote zu Gottesdiensten mit demenziell Erkrankten.

Für Fragen und Anregungen können sich Interessierte gerne im Frauenreferat melden unter
Tel.: 0 234 / 7 35 40 71 oder per E-Mail: frauenreferat@web.de.


Eva-Maria Ranft

Foto: privat