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3. Konkretionen: personelle und strukturelle Voraussetzungen

Um ihren Auftrag als Evangelische Kirche in Bochum im Jahr 2020 zu erfüllen, benötigt sie u. a. folgende personelle und strukturelle Voraussetzungen:

1. Engagierte, qualifizierte und motivierte Mitarbeitende

·         Die Evangelische Kirche ist auf das Engagement aller Menschen angewiesen, die in ihr haupt-, neben- und ehrenamtlich arbeiten.

·         Insbesondere der ehrenamtlichen Mitarbeit kommt eine wachsende Bedeutung zu.

·         Daher werden die Gewinnung und die Qualifizierung von Ehrenamtlichen immer bedeutsamer. Ein Gesamtkonzept hierfür ist für den Kirchenkreis zu erarbeiten. Die Konzeptionen der Gemeinden und Dienste haben diese Entwicklung verstärkt zu berücksichtigen.

·         Für alle Mitarbeitenden gilt: Sie sind zu fördern, gabenorientiert einzusetzen, weiterzuentwickeln und es gilt, Nachwuchskräfte zu gewinnen.

·         Innerhalb der Fachbereiche sind Konzepte zu entwickeln, wie unter sich verändernden Rahmenbedingungen der kirchliche Auftrag weiterhin erfüllt werden kann. Innerhalb dieser Konzepte ist der Bericht der EKvW „Personalentwicklung für den Pfarrdienst bis 2030“ mit zu berücksichtigen.

 

2. Bedarfsgerechte und ansprechende Räume

·         In den Gemeinden und im Kirchenkreis ist eine Gebäudekonzeption zu erarbeiten. Bei der Erarbeitung dieser Konzeption ist zu bedenken, wie Kirche vor Ort präsent bleiben kann.

·         Diese gemeindlichen Gebäudekonzeptionen werden auf der Ebene des Kirchenkreises zu einem Gesamtkonzept zusammengeführt.

·         In diesem Gesamtkonzept wird beschrieben, welche Gebäude im geographischen Bereich des Kirchenkreises in den nächsten Jahrzehnten erhalten werden sollen und unterhalten werden können.

·         Für die Umsetzung eines solchen Gesamtkonzeptes wird eine solidarische gemeinsame Mitfinanzierung von als „erhaltenswert" eingestuften Gebäuden notwendig sein.

3. Präsenz in der Gesellschaft

·         Wie die Prognose zeigt, nimmt der Anteil älterer Gemeindeglieder zu. Die Zahl der Gemeindeglieder insgesamt nimmt ab. Der Alltag säkularisiert sich, der Glaube an Gott und der Kontakt zur Kirche werden  immer weniger selbstverständlich.

·         Die Evangelische Kirche benötigt daher Kontakte und Begegnungs-möglichkeiten, wie z. B. zu Kindertageseinrichtungen, Schulen, durch Bildungs- und Kulturangebote, um mit und in der Gesellschaft zu kommunizieren.

·         Die Evangelische Kirche in Bochum ist in der Gesellschaft präsent durch ihr reiches geistliches Leben und durch soziales und diakonisches Handeln sowie ihr öffentliches Eintreten für ihre Werte.

·         Eine besondere Bedeutung kommt der Öffentlichkeitsarbeit zu, um Themen nach innen und außen zu kommunizieren. Die Synode steht vor der Aufgabe, eine entsprechende Sach- und Personalausstattung zu beschließen.

4. Eine nachhaltige Finanzplanung

·         Hinsichtlich einer verlässlichen Finanzplanung ist die Evangelische Kirche in Bochum weitgehend abhängig von wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und gesamtkirchlichen Entwicklungen.

·         Sie erarbeitet eine mittelfristige Finanzplanung und passt diese der jeweils aktuellen Entwicklung an.

·         Innerhalb ihrer Finanzplanung kommt sie mit dem ihr zur Verfügung stehenden Einkommen aus. Sie sorgt vor, um Einnahmeschwankungen zum Teil ausgleichen und um in Notfällen solidarische Hilfe leisten zu können.

·         Für Projekte und Aktionen werden im begrenzten Umfang Mittel bereitgestellt.

5. Interne Vernetzung der vielfältigen Kompetenzen

·         Die Evangelische Kirche in Bochum ist reich an Gaben und Angeboten.

·         Diese Gaben und Angebote gilt es mehr als bisher zu erkennen, zu fördern und miteinander zu vernetzen.

·         Für jede Gemeinde und für jeden Dienst ist eine Konzeption zu erarbeiten bzw. weiter zu entwickeln. Diese ist abzustimmen mit der Konzeption der Evangelischen Kirche in Bochum.

·         Die Arbeit in den Gemeinden und Diensten ist regelmäßig hinsichtlich ihrer Qualität und ihrer Effektivität weiterzuentwickeln.

·         Die Aufgabenteilung zwischen der Gemeindeebene, der Ebene des Kirchenkreises, der Landeskirche sowie den Diensten und Einrichtungen der Diakonie ist eindeutig zu beschreiben. Ebenso ist zu berücksichtigen, welche Aufgaben im Rahmen des Gestaltungsraums wahrgenommen werden.

An diesen oben genannten Themen wird weiter gemeinsam gearbeitet.

6. Vernetzung mit der Gesellschaft

·         Die Evangelische Kirche in Bochum zeigt ihr sozial diakonisches Profil u. a.:

o   in der Bekämpfung von Armut

o   in der Beratung und Begleitung von Rat und Hilfe suchenden Menschen

o   in der Weiterentwicklung von lebenswerten Wohnquartieren

o   in der Unterstützung von Flüchtlingen

o   in ihrem Eintreten für Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften

·         Die Evangelische Kirche in Bochum wirkt in diesem Zusammenhang bei der öffentlichen Meinungsbildung mit und sie unterhält oder unterstützt kirchliche Aktivitäten.

·         Um ihren Auftrag zu erfüllen, sucht die Evangelische Kirche die Zusammenarbeit und die Vernetzung mit anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie mit gesellschaftlichen und politischen Organisationen.

·         Diese Zusammenarbeit erfolgt bereits schon heute z. B. innerhalb der Ökumene, im Jugendring, in kommunalen Gremien, zwischen Verbänden.