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4. Kirche kommuniziert

Es gilt die Kirche als Organisation verstehen.

Eine Untersuchung der Leitungsstrukturen der EKvW kommt zu folgendem Ergebnis:

In der Evangelischen Kirche von Westfalen werden im Zusammenspiel von Strukturen, Kultur und Führungshandeln viele Elemente einer Netzwerkorganisation wahrgenommen.

Eine Netzwerkorganisation zeichnet sich u. a. aus durch:

·         Dezentrale Machtstrukturen

·         Teilautonome Einheiten und Personen

·         Engagement für Partikularinteressen

·         Zuwendung eher auf einer Ebene untereinander, weniger „von oben"

·         Bindung durch Mitwirken

·         Prozesse tendenziell weniger abgesichert, von aktuellen Machtkonstellationen abhängig.

Das bedeutet u. a.:

·         Handlungsspielräume und Machtschwerpunkte sind dezentral verteilt.

·         Strategische Ausrichtung erfolgt nicht über Vorgaben und Handlungsanweisungen, sondern über die Formulierung von Leitplanken und die Definition von Spielräumen.

·         Koordinations- und Kommunikationsaufwände sind deutlich höher als in anderen Organisationen.

In einer Netzwerkorganisation werden autoritäre Leitungsentscheidungen nicht ohne Weiteres akzeptiert. Themen werden auf allen Ebenen diskutiert, um zur Umsetzungsreife in der Gesamtorganisation gebracht zu werden. Die Kommunikationsprozesse laufen vielfach eigenständig nebeneinander her.

Diese Breite und Vielgestaltigkeit der Kommunikationsprozesse in unserer Kirche sind einerseits eine Stärke, da sie viele beteiligen und so unterschiedliche Menschen und Milieus erreichen. Auf der anderen Seite laufen die Kommunikationsprozesse häufig nebeneinander her. Um die Kommunikationsprozesse besser zu vernetzen, bedarf es einer intensiven kircheninternen Kommunikation.