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Presbyter Jochen Girulat (l.) gestaltete mit den Pfarrern Johannes Romann und Jörg Sonneborn (r.) die Gemeindeversammlung. Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

"Wir haben im April 2017 in beiden Presbyterien Gerthe und Hiltrop einen Tendenzbeschluss für ein Zusammengehen gefasst", berichtete der Gerther Presbyter Jochen Girulat, als er die Gemeindeversammlung in der Christuskirche an der Lothringer Straße eröffnete.

Gemeinsam mit den Pfarrern Johannes Romann (Gerthe) und Jörg Sonneborn (Hiltrop) stellte er anschließend den Zeitplan und die Gründe dafür vor. 70 Gemeindemitglieder hörten zu und fragten nach. Eine Gemeindeversammlung in Hiltrop fand eine Woche später statt.

Warum denn eine Fusion?, war denn auch eine der zentralen Fragen in der Gemeindeversammlung. 3.000 Mitglieder benötigt eine Gemeinde, um eine Pfarrstelle einrichten zu können, erläuterten die beiden Seelsorger. In Gerthe wird diese Zahl kaum noch erreicht. Wenn Pfarrer Romann im Herbst 2019 in den Ruhestand geht, wird die Gemeinde deshalb keine ganze Pfarrstelle mehr besetzen können.

Durch einen Zusammenschluss mit Hiltrop bis Anfang 2019, so das Ziel des Presbyteriums, soll deshalb die gemeindliche Versorgung durch einen Pfarrer zeitnah sichergestellt werden. Girulat: "Das Wahlverfahren benötigt im Höchstfall etwa ein Jahr."

Der von beiden Presbyterien angestrebte Fahrplan sieht u.a. die Einrichtung einer achtköpfigen Steuerungsgruppe vor, der die beiden Pfarrer sowie jeweils drei Presbyter aus den betroffenen Gemeinden angehören. Die Gruppe, die den Zusammenschluss „fachlich möglichst gut vorbereiten“ soll, hat mittlerweile die Arbeit aufgenommen.

Zu den Themen der Steuerungsgruppe gehört u.a. die Stellenbeschreibung für Gerthe, die eine halbe Gemeindepfarrstelle sowie eine halbe Stelle im Schuldienst vorsieht. Darüber hinaus soll ein Gemeindediakon eingestellt werden. Zu den weiteren Themen gehören auch die Frage nach einem Pfarrhaus und die organisatorischen und inhaltlichen Grundlagen der zukünftigen Gemeindearbeit. Etwa: Welche Gebäude stehen zukünftig wofür zur Verfügung?

Die Steuerungsgruppe, die kein beschlussfassendes Organ ist, trifft sich alle 14 Tage. Sie informiert berichtet regelmäßig an die beiden Presbyterien. Die stehen in Kontakt mit dem Kreissynodalvorstand (KSV) des Kirchenkreises Bochum sowie mit der Landeskirche, um die rechtlichen Voraussetzungen für den Zusammenschluss und die Neubesetzung der Pfarrstelle korrekt durchzuführen. "Selbst der Regierungspräsident in Arnsberg muss seine Zustimmung geben", zeigte Romann die Tragweite der Fusion auf.

Zur zukünftigen Gemeindearbeit erklärte Romann: "Mit dem Kindergarten-Neubau an der Lothringer Straße anstelle des Gemeindehauses setzen wir ein Zeichen, dass wir zukünftig vermehrt Familien ansprechen wollen." Über 200 Tagesstättenplätze bietet die Gemeinde künftig in drei Einrichtungen an. Entsprechend hoch ist die Anzahl der Eltern, Großeltern und weiterer Verwandte, die erreicht werden.

Neben diesen Aspekten wurde auch die Frage nach der künftigen Stellung der Seelsorge diskutiert. So soll der Gottesdienst weiterhin in beiden Kirchen stattfinden, erklärten die Gemeindeverantwortlichen. Pfarrer Sonneborn machte deutlich, dass diese Aufgabe bleiben soll, sie jedoch sehr zeitintensiv sei. Die Details werde das neue Pfarrteam mit dem neu zu wählenden Presbyterium klären.

"Bleibt das gute Kulturangebot in der Christuskirche?", wollte schließlich eine Zuhörerin wissen. Hier blieb die Antwort wage, denn: Es müsse sich jemand in Nachfolge von Pfarrer Romann dafür verantwortlich fühlen. Derzeit sei niemand in Sicht, hieß es.

Der weitere Fahrplan sieht nun vor, dass die Steuerungsgruppe bis zum April 2018 die Ergebnisse ihrer Arbeit den verantwortlichen Gremien zum Beschluss vorlegen will. Die Fusion soll Anfang 2019 erfolgen, um sofort mit der Stellenausschreibung für die neue Gerther Pfarrstelle zu starten.

05.02.2018
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Montag, 28. Mai 2018:
Losungstext:
So spricht der HERR: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen.
2.Könige 20,5
Lehrtext:
Lazarus war krank. Da sandten die Schwestern zu Jesus und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, liegt krank.
Johannes 11,2-3