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Superintendent Gerald Hagmann (3.v.l.) beauftragte Prädikant Carsten Rahe (r.). Mit dabei waren (v.l.): Kirchmeister Manfred Möller, Pfarrer Eckhard Cramer, Pfarrer Volker Rottmann und Laienprediger Friedhelm Libuschewski (Herne). Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

In einem Festgottesdienst in der Johanneskirche hat Superintendent Gerald Hagmann Carsten Rahe in das Amt des Prädikanten eingeführt. Rahe ist damit beauftragt, den Dienst an Wort und Sakrament auszuüben.

Obwohl der 49-jährige Diplom-Theologe als Prädikant neu eingeführt wurde, ist er für die Gemeinde in Grumme ein vertrautes Gesicht. „Vor über 28 Jahren hat das damalige Presbyterium Herrn Rahe als Organisten eingestellt“, erklärte Presbyter Manfred Möller bei der Begrüßung der Fest-Gemeinde. „Jetzt wird er quasi befördert“, fuhr er mit einem Augenzwinkern fort.

In seiner Ansprache unterstrich Superintendent Hagmann, was Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Deutschlands, vor einigen Wochen gesagt hat: „Wir brauchen eine neue Evangelisierung.“ Gemeinsam mit dem Pfarrer Volker Rottmann und Pfarrer Eckhard Cramer aus Herne-Holsterhausen beauftragte er Rahe feierlich für seinen Dienst als Prädikant.

Zu den 120 Gottesdienstbesuchern zählten Gemeindemitglieder, aber auch viele Freunde und Wegbegleiter Rahes. „Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen heute zu diesem Gottesdienst gekommen sind, das bedeutet mir sehr viel“, sagte Rahe, „besonders stolz bin ich auch darauf, dass David, einer meiner beiden Söhne, sich entschieden hat, den Evangeliumstext für den heutigen Sonntag zu lesen und so am Gottesdienst mitzuwirken“.

Auf die Frage, was ihm in seinem zukünftigen Dienst als Prädikant wichtig sei, antwortete der Laienprediger, der mit seiner Familie in Recklinghausen lebt und dort eine eigene Management-Beratung führt: „Ich komme aus der missionarischen Jugendarbeit, ursprünglich aus Herne-Eickel und Herne-Holsterhausen, und bin damit tief verwurzelt. Der Missionsbefehl ist mir daher sehr wichtig.“

Das war auch deutlich in seiner Predigt zu hören. Rahe sprach über das Gleichnis des Sämanns (Lk 8, 4-15), der mit vollen Händen Samen auswirft. Er wirft ihn auf den Weg, wo er von Vögeln gefressen wird, auf den Fels, wo er keine Wurzeln schlagen kann, unter die Dornen, wo er verdorrt, aber auch auf fruchtbaren Boden, wo der Samen wächst und gedeiht und geerntet werden kann.

Rahe teilte das Ganze in vier Gruppen. Die erste Gruppe besteht aus denjenigen, die nicht glauben und sich nicht für Kirche interessieren; die zweite Gruppe – Samen auf den Fels – bilden die Menschen, die zwar glauben, deren Glaube aber unsicher und nicht verwurzelt ist. Die dritte Gruppe stellen Menschen dar, die glauben wollen, aber deren Glaube durch das Leben und seine Alltagssorgen erstickt wird.

Letztendlich ist der fruchtbare Boden die vierte Gruppe – Menschen die fest im Glauben verwurzelt sind, die Gottes Wort verkünden und danach leben. „Zu welcher Gruppe gehören Sie?“, fragte der Prädikant immer wieder eindringlich und schloss seine Predigt mir den Worten: „Wir müssen Gottes Wort verkünden – das ist unser Job.“

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von zahlreichen Freunden und Wegbegleitern Rahes. Anschließend war die Festgemeinde zu einem Empfang eingeladen.

Viele der Gottesdienstbesucher verließen am Ende die Kirche erfüllt und bewegt. Eine Gottesdienstbesucherin brachte es bei der Gratulation an Rahe auf den Punkt: „Das war ein wunderschöner Gottesdienst. Die viele tolle Musik, die Gesangsstücke, das fantastische Orgelspiel und eine tief berührende Predigt, die man behalten und bei sich tragen wird – genau das braucht unsere Kirche.“

18.02.2018
Von: Tanja Rahe

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 20. Juni 2018:
Losungstext:
Der HERR wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, dass er deinem Land Regen gebe zur rechten Zeit und dass er segne alle Werke deiner Hände.
5.Mose 28,12
Lehrtext:
Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
Johannes 1,16