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Das Lithobarium auf dem evange- lischen Friedhof in Langendreer. Foto: privat

Kolumbarien findet man mittlerweile nicht nur in Italien und Spanien, sondern auch auf den meisten deutschen Friedhöfen. Doch das neue, markenrechtlich geschützte Lithobarium gibt es nur auf dem evangelischen Friedhof in Langendreer. Bereits vor knapp zwei Jahren wurde es in Anwesenheit vieler Gäste vom Sprockhöveler Steinbildhauermeister Henner Gräf eingeweiht, der auch Erfinder und Markeninhaber ist.

Auf der Internetseite der Gemeinde wird diese Urnenbestattungsmöglichkeit als würdevolle Alternative zum Kolumbarium angeboten. „Um die postmortale Würde des Menschen zu gewährleisten ist es meines Erachtens wichtig, dass mit der Beisetzung der Verstorbene seine tatsächliche letzte Ruhestätte findet“, äußert sich Friedhofsverwalter Peter Bastendorf auf Gräfs Internetseite „lithobarium.de“.

Diese Eigenschaft sei durch die Konzeption des Lithobariums gewährleistet, denn durch die Luft- und Wasserdurchlässigkeit werde die Aschekapsel während der Nutzungszeit den natürlichen Prozessen ausgesetzt, so dass die Asche durch das unterliegende Schotterbett riesele und der Erde übergeben werde. Somit verbleibe die Asche des Verstorbenen auch nach Ablauf der Ruhezeit (25 Jahre) in der Grabstätte und müsse nicht entnommen und beigesetzt werden.

Zurzeit gibt es in Langendreer nur ein Lithobarium als Gemeinschaftswahlgrabanlage mit zehn Grabstätten, die jeweils zwei übereinander liegende Bestattungsstellen haben. „Der Stein“, so Pfarrer im Ruhestand Wilfried Geldmacher, „ist rund fünf Tonnen schwer, ein Ibbenbürener Sandstein – und inzwischen praktisch voll.“ Friedhofsbesucherin Petra Stephan findet das Lithobarium und die Idee dieser Bestattungsform wirklich schön, findet aber, „dass der Platz noch schöner gestaltet werden müsste.“

Was im Übrigen nicht wirklich funktioniert, ist die vom Rechteinhaber eigentlich vorgesehene Nutzung des Lithobariums als Sitzgelegenheit, um den Verstorbenen besonders nahe sein zu können. Diese Möglichkeit wäre theoretisch gegeben, wenn die Oberfläche frei geblieben wäre. Dies ist allerdings nicht der Fall. Dort stehen Blumen, Engel, Erinnerungsstücke, die den schönen Naturstein allerdings auch wirklich schmücken.

Ein zweites Lithobarium für Langendreer, sagt Gräf, ist bereits in Arbeit. „Das ist richtig gut angekommen. Der Bochumer Hauptfriedhof war im Übrigen auch interessiert, aber ich hatte den Langendreerern Gebietsschutz garantiert.“ Nach dem Prototyp, in dem die Urnen übereinander angeordnet sind, werden sie diesmal eng nebeneinander liegen.

08.03.2018
Von: Eberhard Franken

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Montag, 25. Juni 2018:
Losungstext:
Um deines Namens willen verwirf uns nicht! Lass den Thron deiner Herrlichkeit nicht verspottet werden!
Jeremia 14,21
Lehrtext:
Paulus schreibt: Wir beten allezeit für euch, dass unser Gott euch würdig mache der Berufung und vollende alles Wohlgefallen am Guten und das Werk des Glaubens in Kraft.
2.Thessalonicher 1,11