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Die Kranzniederlegung am Volkstrauertag auf dem evangelischen Friedhof in Stiepel stand unter dem Motto der diesjährigen ökumenischen Friedensdekade. „Frieden riskieren“!



Pfarrer Jürgen Stasing (Foto) machte bei seiner Ansprache vor dem Kriegerehrenmal von 1872 an verschiedenen historischen Entwicklungen deutlich, warum das Eintreten für Gerechtigkeit und ein friedliches Miteinander immer wieder ein Wagnis wert ist. Als Beispiele nannte er die Bürgerrechtsbewegung von Martin Luther King in den USA in den 60er Jahren und die Aktionen zahlreicher Menschen in der DDR 1989, die sich mit Gebet und Kerze gegen die scheinbar übermächtige Staatsmacht für die Maueröffnung stark machten.



Stasing wandte sich zugleich gegen einen Frieden durch Krieg und Unterwerfung, wie ihn schon vor über 2000 die Römer mit Ihrer Pax Romana betrieben: „In jedem Krieg liegt auf Dauer keinen Frieden, sondern schon der Grund für einen neuen“, sagte er und zitierte aus der neuen Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche Deutschlands: „Friede ist ein – immer erneut zu gewährleistender – Prozess der Förderung der Freiheit, des Schutzes vor Gewalt, des Abbaus von Not und die Anerkennung kultureller Verschiedenheit.“



Etwa 100 Bürger sowie Vertreter verschiedener örtlicher Traditionsvereine nahmen an der Andacht teil. Deren Vorsitzende hielten im Anschluss eine Schweigeminute vor dem Ehrenmal. Der Posaunenchor der Kirchengemeinde übernahm die musikalische Begleitung.

10.12.2008
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper. Foto: dito

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 18. November 2017:
Losungstext:
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesaja 9,1
Lehrtext:
Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
Titus 2,14