Direkt zum Inhalt der Webseite springen

Die Mitmach-Aktion mit dem Fallschirmtuch machte den Kita-Kindern und den Mitarbeitenden der Diakonie-Werkstatt viel Spaß. Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

"Ich fand die Führung durch das Haus am besten", sagt der sechsjährige Peter. Die gleichaltrigen Pia und Luise malen lieber mit Stöcken, Blättern und Pinseln. Zu Gast waren die drei zusammen mit zehn weiteren Vorschulkindern des Familienzentrums Kornharpen in der Diakonie-Werkstatt Constantin-Bewatt für Menschen mit Behinderung.

Am Standort Hiltroper Straße trafen sie 14 Beschäftigte der Werkstatt zum "Kunterbunt"-Erlebnistag. Sieben angehende Heilerzieherpfleger sowie Erzieher des Wittener "Comenius Berufskollegs" bereiteten ihn vor und luden damit zum ersten Begegnungstag von Menschen mit Behinderungen und Kindergartenkindern ein.

Und los ging es - aufgeteilt in vier Gruppen - zur Erlebnistour quer durch die riesige Werkstatt für knapp 600 Beschäftigte. Die Mitarbeitenden zeigten zunächst ihre Arbeitsplätze und weitere Bereiche der Einrichtung. So führte Julia ihre "blaue" Gruppe zur Montage von Dichtungsbandschellen, während Betriebsrätin Anke mit den kleinen Gästen u.a. die Verpackungsabteilung aufsuchte. "Das machte viel Spaß mit den Kindern", freute sich Julia über den ungewöhnlichen Besuch. Denn der Nachwuchs fand vieles spannend. Julia: "Sie drückten begeistert die elektrischen Türöffner und die Knöpfe an den Maschinen.“

Das gemeinsame Spielen und Malen, das die Schülerinnen und Schüler anleiteten, fand dann ebenso viel Interesse. Ob Spiele mit dem bunten Fallschirmtuch oder das Bemalen von großen Leinwänden: Mit lachenden Gesichtern waren alle dabei.

"Das Projekt ist super", fand auch Bildungsbeauftragte Susanne Kerstein vom Begleitenden Dienst der Werkstatt. "Unsere Leute blühen auf, weil sie Besuch bekommen und viel Abwechslung erleben. Die Kinder verlieren ihre Ängste vor Behinderten", erklärte die studierte Heilpädagogin beim Blick in die Runde.

Beschäftigte Julia bestätigte das. "Das ist ein toller Ausgleich", strahlte sie. Ihr Kollege Reto fragte gleich zum Abschluss des Projekttages, ob er und die anderen auch mal das Familienzentrum besuchen dürften. "Zum Sommerfest gern", antwortete Leiterin Dagmar Noch, die ebenfalls den Projekttag eine gute Sache fand. Auf den Punkt brachten es Sarah und Nadine von der Werkstatt: "Toll, dass ihr da ward. Es war schön mit Euch."

Pfarrer Johannes Ditthardt, der am Berufskolleg unterrichtet, erinnerte daran, wie es zur Begegnung kam: "Die Schüler hatten den Auftrag ein Projekt mit gemeinsamer Aktion für beide Zielgruppen zu entwickeln und durchzuführen." Erzieherin Antje Trenker und Heilerzieherpfleger Christoph Stähler: "Wir wollten Kita-Kinder mit Menschen mit Behinderung zusammenzubringen. Wir können so für das gesellschaftliche Miteinander aller schon früh Vorurteile abbauen." Das Ergebnis: der kunterbunte Erlebnistag – ein voller Erfolg.

18.04.2017
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Donnerstag, 22. Juni 2017:
Losungstext:
HERR, sei unser Arm alle Morgen, ja unser Heil zur Zeit der Trübsal!
Jesaja 33,2
Lehrtext:
Dem, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus zu aller Zeit.
Epheser 3,20-21