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110 Jahre Frauenhilfe in Gerthe: Zum Dank gab es ein Lebkuchenherz für die Frauen.

Der Jubiläumskuchen. Fotos: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

"Am 31. Oktober 1907 gründete sich die Frauenhilfe Gerthe." Daran erinnerte jetzt im Gottesdienst die Vorsitzende Helga Berghoff, als nun die Frauenhilfe der evangelischen Kirchengemeinde Gerthe ihren 110. Geburtstag feierte.

Den Festtag begingen die Frauen umfangreich: Mit einem Gottesdienst, einer Kaffeetafel mit Torte quer durch die Kirche sowie einem Konzert der Ruhrkadetten Bochum. Für gute Laune war damit gesorgt, wie das lebhafte Miteinander der anwesenden Mitglieder und ihrer etwa 100 Gäste zeigte.

"Ich schätze hier das gemütliche Zusammensein", erklärt deshalb Elfriede Opiola, die seit drei Jahren regelmäßig zur Frauenhilfe am Mittwoch kommt. Tradition hat die Frauenhilfe in ihrer Familie zudem. "Meine Schwiegermutter Wanda Opiola kam über viele Jahre zu den Treffen", erinnert sie sich. "Wir treffen uns jede Woche und bringen uns gegenseitig auf den neusten Stand", schmunzelt dazu Nachbarin Charlotte Hugendiek. Auch für sie gehört die Frauenhilfe zur Familie, da Mutter Erna immer dabei war.

Renate Simon schätzt zudem die vielseitigen Angebote von Leiterin Helga Berghoff. "Wir beten, singen und Frau Berghoff hat immer schöne Themen und Geschichten", erzählt sie. Etwa das Vorstellen von Sozialen Projekten in der Stadt (zum Beispiel Bodo), das Singen mit Presbyter Jochen Girulat oder der "Tag des Pittermessers" an jedem Aschermittwoch mit Heringstipp und Pellkartoffeln von Mitglied Heidi Scheitenberger. Oder der Weltgebetstag der Frauen.

Die gemeinsamen Ausflüge sind für die Frauen die jährlichen Höhepunkte. "Letztens waren wir im Ikonen-Museum in Recklinghausen", wirft Hugendiek ein. Im Oktober geht es wieder zum "Früchteteppich" in Herten-Langenbochum.

Helga Berghoff wies zuvor auf diese Entwicklung hin, als sie die Geschichte der Frauenhilfe Revue passieren ließ. "In historischen Zeiten hatten wir eine diakonische Aufgabe in der Gemeinde und im Stadtteil. Heute steht die Bildungsarbeit im Vordergrund", erklärte sie.

Zur Diakonie gehörte damals schon kurz nach der Gründung das Unterstützen von Frauen in Notlagen sowie die Einrichtung einer "Kleinkindschule" für den Nachwuchs der Bergarbeiter der Zeche Lothringen. Nachfolger ist heute die Kindertagesstätte Bethanien. Darüber hinaus finanzierten die Frauen das große Rosettenfenster, als 1909/10 die Christuskirche errichtet wurde. Einen Zuschuss gab es auch zur letzten Kirchenrenovierung vor knapp zehn Jahren.

Eine besondere Ehrung erhielt Lenchen Krüger. Ab 1950 ist sie seit 67 Jahren in der Frauenhilfe und bis heute als Bezirksfrau tätig. "Du bist damit vermutlich die älteste Bezirksfrau in Westfalen", freute sich Berghoff, als sie ihr dankbar einen Blumenstrauß überreichte. Kräftiger Applaus des Publikums inklusive. Die 89-Jährige revanchierte sich mit ihrer berühmten Buttercremetorte, die sie extra zum Jubiläum wieder buk.

Pfarrer Johannes Romann gestaltete den Gottesdienst: "Ihr seid heute wie damals sichtbar unverzichtbar für die Gemeinde als feste Größe in der Gemeinde, bei tätiger Hilfe von Diakoniearbeit bis zur Unterstützung der Gemeindefeste sowie als Ort des Glaubens."

Edelgard Wassermann grüßte vom Stadtverband der Frauenhilfe. "Vor 110 Jahren versammelten sich die Frauen, um etwas zu bewegen", berichtet sie. Themen waren unter anderem die wachsende Armut von Alten und Bevölkerungsschichten, mangelnde Teilhabe an Bildung oder auch Flüchtlingsarbeit. Wassermann: "Das sind alles Themen, die heute noch aktuell sind." Die Ruhrkadetten Bochum gestalteten anschließend musikalisch den gemütlichen Teil.

Die Frauenhilfe freut sich über Besucherinnen und Aktive. Kontakt: Gemeindebüro: Tel. 0234 / 85 05 11. Treffen: mittwochs von 15 Uhr bis 17.15 Uhr in der Sommerzeit sowie von 14.30 Uhr bis 16.45 Uhr in der Winterzeit. Ort: Christuskirche, Lothringer Straße 29.

04.10.2017
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 17. Dezember 2017:
Losungstext:
Als die Zeit herbeikam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach: Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und diene dem HERRN, deinem Gott.
1.Könige 2,1-2.3
Lehrtext:
Paulus schreibt: Wir lassen nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, dass ihr, des Herrn würdig, ihm ganz zu Gefallen lebt und Frucht bringt in jedem guten Werk.
Kolosser 1,9-10