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Universitätspredigerin Isolde Karle wird den aktuellen Gottesdienst zum Semesterabschluss gerne in Erinnerung behalten. So kamen nicht nur über 130 junge und ältere Leute und damit wesentlich mehr als die inzwischen normalerweise etwa 60 Besucher zum Gottesdienst in der Apostelkirche im Unicenter. Es gelang auch zum ersten Mal ein stärkeres Miteinander von Aktiven aus dem Kirchenkreis und der Universität bei dessen Gestaltung.

So wirkte beispielsweise nun die Stadtkantorei unter der Leitung von Kreiskirchenmusikdirektor Arno Hartmann mit. Die Predigt hielt Professor Jürgen Ebach. Die Liturgie übernahm Pfarrer Michael Drees von der Evangelischen Studierenden Gemeinde. Karle, die praktische Theologie an der Ruhr-Universität lehrt, und den Universitätsgottesdienst seit 2003 Schritt für Schritt reformierte, organisierte den liturgischen Rahmen.

Der Gottesdienst erhielt durch dieses Zusammenwirken zwei besondere Akzente, die zugleich auch für den Neuaufbau stehen: die Musik und die Predigt. So beeindruckten beispielsweise die Sänger der Stadtkantorei mit dem „Abendlied“ von Rheinsberger die Zuhörer.

Ebach sprach die Zuhörer bei seiner Predigt zum Thema „Gerechtigkeit“ durch die ungewöhnliche Herangehensweise an: Er berichtete vom bekannten Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Matthäus 20,1-16a) und hinterfragte aus unterschiedlichen Blickwinkeln, was Gerechtigkeit jeweils bedeute: aus der Perspektive des Weinbergbesitzers, eines Arbeiters sowie einer Arbeiterfrau. Gerechtigkeit sei im Glauben etwas anderes als im gesellschaftlichen Alltag, so Ebachs Fazit mit einem Zitat aus dem Danielbuch: „Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“

Bei der Organisation des Universitätsgottesdienstes hat sich einiges getan. „Ursprünglich waren alle Unigottesdienste Teil der Sonntagsgottesdienste in Querenburg. Dann bin ich mit jeweils zwei Gottesdiensten pro Studiensemester unter die Woche gegangen“, erzählte Karle. Schließlich fanden alle neun Gottesdienste pro Jahr unter der Woche statt. „Die Ruhr-Universität ist eine Pendeluniversität. Sehr viele sind deshalb am Sonntag gar nicht vor Ort“, erklärte Karle den neuen Akzent mit Blick auf die Zielgruppe Universitätsgemeinde.

Ihr Fazit: „Der Wechsel hat sich gelohnt. So viele Besucher wie im letzten Gottesdienst waren es am Sonntag nie.“ Es kämen zudem auch Menschen aus der Stadt, die einen Abendgottesdienst mit diesem bildungsbürgerlichen Ambiente schätzten. Der nächste Universitätsgottesdienst ist am Dienstag nach Ostern, 14. April um 18 Uhr. Theologieprofessor Franz-Heinrich Beyer wird die Predigt halten.

26.02.2009
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper. Foto: dito

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 19. November 2017:
Losungstext:
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5.Mose 2,7
Lehrtext:
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1.Korinther 3,7