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„Ein Versprechen, das wir uns geben wollen. Für das wir unseren Namen geben: In unserem Namen soll Europa entstehen. Unsere Namen werden dem Platz, der die Kirche der Kulturen umfasst, eingeschrieben. Es werden öffentliche Namen sein im öffentlichen Raum. Weil nur wir selber einstehen können für das, was wir uns versprechen". So lädt das Kuratorium der Christuskirche Bochum zum Platz des europäischen Versprechens ein.

 

Dieser entsteht vier Jahre lang in Bochum. Er ist eine Einladung an die Bewohner der Stadt, des Ruhrgebiets und die Bürger Europas, Autoren eines neuen Platzes zu werden. Alle Teilnehmer tragen ihren Namen bei, und jeder Name steht, eingeschrieben in den Platz, für ein Versprechen.

 

Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeit ist die „Helden-Gedenkhalle“ von 1931 im Turm der Christuskirche Bochum mit den Namen von im Ersten Weltkrieg gefallenen Bochumern und einer erstaunlichen zweiten Liste: die „Feindstaaten Deutschlands“. Auf ihr sind die europäischen Nachbarn versammelt. Nicht nur Frankreich, England, Italien, Portugal, Polen und die damalige Tschechoslowakei gehören ihr an, sondern viele andere Staaten wie die Vereinigten Staaten und Russland. Diese höchst ambivalente Liste nimmt den Zweiten Weltkrieg vorweg und die Zerstörung Europas.

 

Beiden Listen stellt der Künstler Jochen Gerz (Foto: links mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Ernst-Otto Stüber, Alt-OB bei der Aktion zum Europatag am 8.5.2008) auf dem Platz des europäischen Versprechens eine dritte gegenüber: die Namen der Lebenden. Ihr Versprechen steht für die gemeinsame Zukunft der Menschen. Das Versprechen gibt jeder nur sich selbst. Es ist geheim und frei. So entsteht ein unsichtbares Manifest aus vielen Stimmen und Kulturen – das neue Europa.

 

Jochen Gerz ist ein international geschätzter deutscher Künstler. Er hat mit seinen Arbeiten für den öffentlichen Raum das Verhältnis zwischen Kunst und Betrachter radikal verändert. Seine Prozesse schaffen neue Öffentlichkeiten, weil sie auf Autorenschaft angewiesen sind. Der Einzelne ist nicht länger Publikum, sondern wird selbst Teil des entstehenden Werkes. Gerz‘ Kunst im öffentlichen Raum wird zur Ästhetik einer Demokratie auf der Suche nach einer neuen kulturellen Dimension.

 

Der Platz des europäischen Versprechens entsteht im Auftrag der Stadt Bochum als Beitrag zur Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Er soll am 31. Dezember 2010, dem letzten Tag des Kulturhauptstadtjahres, der Öffentlichkeit übergeben werden.Einige der bisher fast 9000 Teilnehmenden haben ihr Versprechen für Europa veröffentlicht. Sie teilen darin mit, wie sie sich Europa in Zukunft vorstellen und wünschen und welchen Beitrag sie selbst dazu leisten wollen.

 

Zwei Versprechen

 

Kirsten Schaper: „Mein Versprechen für Europa sind meine zwei tollen Söhne und ihre Zukunft hier in Europa. Daran arbeite ich jeden Tag neu! Damit Toleranz und Freiheit für die oder den Anderen auf diesem Kontinent eine Zukunft haben!“
 
Achim Hohlfeld: „Mein Herz öffne ich einem kulturell vielfältigen, rechtsstaatlichen, demokratischen und sozial engagierten Europa. Mein Verstand fördert ein solches Europa.“


Mehr europäische Versprechen unter www.pev2010.eu

04.02.2009
Von: Thomas Wessel, Gert Hofmann

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 18. November 2017:
Losungstext:
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesaja 9,1
Lehrtext:
Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
Titus 2,14