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Dennis Reichert und Freddy Borkenstein streichen die Dielen in der Lukaskirche. Foto: Gemeinde

„Wir machen es selbst“, hieß es jetzt an der Lukaskirche der evangelischen Kirchengemeinde Altenbochum-Laer. Acht aktive Gemeindemitglieder setzten mit Pfarrerin Claudia Frank die Empore vor der historischen Wilhelm-Sauer-Orgel in der Kirche instand. Gestrichen wurden die Bodenbereiche, wo in den letzten Monaten neue Dielenbretter verlegt worden waren, und die beiden Seitenemporen wurden vom restlichen "Bauschmutz" befreit.

"Wir mussten dort in den vergangenen Monaten Balken im Bodenbereich auswechseln und neue Dielen drüber legen lassen", erklärte Vorsitzender Ulrich Wicking von der Stiftung Lukaskirche. Bauexperten fanden zuvor bei Untersuchungen toten Schwammbefall am Holzunterbau. Während die beiden Seitenemporen schon vor Weihnachten für die großen Gottesdienste instand gesetzt wurden, folgte die Nordseite der Orgelempore erst im Januar. "Auf der Seite zum Lutherhaus hin, gab es glücklicherweise keine Schäden", freut sich Wicking.

Presbyter, Mitarbeitende aus dem Konfi-Team, der Küster, Musiker aus der Gemeindeband und Pfarrerin Frank machten sich nun auf der Orgelempore ans Werk, die neuen Dielen an die historischen Bodenbeläge anzupassen. "Damit tragen die Dielen nicht nur wieder sicher, sie sehen auch wieder schön aus", betonte Frank.

Den Denkmalschutz erfreut das zudem: Die Empore bildet ein Ensemble mit der selbst denkmalgeschützten Orgel, dem letzten noch erhaltenen zwei-manualigen Instrument des Orgelbauers in ganz Westfalen.

"Mit der Aktion sparten wir nicht nur Geld. Wir hatten auch eine tolle Gemeinschaftsaktion mit Menschen aus beiden Gemeindestandorten, die viel Spaß machte", freute sich die Pastorin anschließend. Freddy Borkenstein legte fröhlich nach. "Den erforderlichen Zweitanstrich kriegen wir auch noch hin", erklärt er.
Die Aktion findet am Samstag, 24. März, statt.

Die Aktiven erhielten weitere Unterstützung. Architekt Christoph Harder, der die Sanierung der Lukaskirche in den letzten Jahren durchführte, und ein Gemeindemitglied öffneten ihre Spendenbörse. Harder spendierte die Farbe. Das Gemeindeglied sorgte für belegte Brötchen, Kaffee und kalte Getränke.

Hintergrund: Die jahrelange Instandsetzung der Lukaskirche benötigte sämtliche Finanzmittel der Kirchengemeinde. Ein Unternehmen mit dem Anstrich zu beauftragen, hätte weitere eigentlich nicht mehr vorhandene Gelder verbraucht.

Das Presbyterium rechnete inzwischen die Kosten für die Kirchenreparatur (Turm, Dach, Arbeiten im Innenraum bis zu den besagten Dielen) mit dem Kirchenkreis Bochum ab, der dafür Darlehen auf der Grundlage des veräußerten Gemeindeeigentums gab. Höhe: 1,14 Millionen Euro. "Die Stiftung schoss 185000 Euro zu", berichtete Wicking. Die nächste Aufgabe in der Kirche steht bereits an: Die Orgel benötigt eine weitere Überholung.

07.03.2018
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Montag, 25. Juni 2018:
Losungstext:
Um deines Namens willen verwirf uns nicht! Lass den Thron deiner Herrlichkeit nicht verspottet werden!
Jeremia 14,21
Lehrtext:
Paulus schreibt: Wir beten allezeit für euch, dass unser Gott euch würdig mache der Berufung und vollende alles Wohlgefallen am Guten und das Werk des Glaubens in Kraft.
2.Thessalonicher 1,11