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Daniel präsentiert das Logo der Notinsel. Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

„Wir wollen etwas für die Sicherheit unserer Kinder tun.“ Dieses Ziel setzte sich die Evangelische Offene Ganztagsbetreuung (OGS) an der Von-Waldthausen-Schule. Sie organisierte eine Mottowoche rund um das Thema "Schutz für Kinder". Dazu gehörte auch eine Rallye quer durch den Stadtteil Werne, um den Schülerinnen und Schülern der Grundschule spielerisch die dortigen "Notinseln" zu zeigen. "Viele unserer Eltern wissen überhaupt nicht, dass es diese Notinseln gibt", weiß OGS-Leiterin Regina Lindemann.

Und was sind Notinseln? Die siebenjährige Lara (7) erklärt: "Das sind Orte, wo ich hingehen kann, wenn ich ein Problem habe." Ihre Freundin Kiana ergänzt: "Etwa, wenn man seine Eltern verloren hat. Ich sage immer meinen Eltern ‚Wartet!‘, damit es nicht passiert." Und Anna, ebenfalls sieben Jahre alt, weist auch auf Gefahren hin: "Ich kann mich da in Sicherheit bringen, wenn mich jemand anspricht, den ich nicht kenne."

Notinseln sind an einem Logo zu erkennen, dass an den beteiligten Geschäften und Einrichtungen angebracht ist. "Notinsel ist das Zeichen mit den drei Kindern und dem blauen Schriftzug. Dort wird Kindern geholfen. Die fragen mich nach meinem Namen und der Telefonnummer meiner Eltern. Dann rufen sie meine Eltern an und die holen mich ab", erklärt Tamina.

Die Kinder benötigten diese Notinseln, die sie während der Rallye aufsuchten, bisher nicht. 13 Stück gibt es davon im Stadtteil, zumeist Geschäfte. In den Läden kenne sich die Mitarbeitenden natürlich aus. "Wir machen schon seit dem Start durch das städtische Kinderbüro in 2003 mit", erklärt Fleichfachverkäuferin Martina Funke von der gleichnamigen Metzgerei. Passiert sei allerdings noch nie etwas. Trotzdem war es ihr wichtig, dass es solche Zufluchtsorte für Kinder gibt und einer bei ihr ist.

Rewe-Chef Ahmed Mert kann jedoch von einem Fall berichten. "Ein Kind suchte Schutz, weil es zu einem Schlagabtausch unter Kindern gekommen war. Wir haben als Streitschlichter vermittelt." Für schwierigere Fälle habe er eine Telefonliste im Büro, um Fachleute - etwa vom Kinderbüro - anrufen zu können. Apothekerin Kri Khuong berichtete von einem Fahrradunfall direkt vor der Tür: "Wir haben die Wunde versorgt und die Eltern angerufen."

Kinderschutz blieb weiterhin Thema der OGS-Mottowoche. "Weitere Stationen waren Feuerwehr und Polizei", erklärte Lindemann. Hinzu kam ein Erste-Hilfe-Kurs beim Deutschen Roten Kreuz, sodass der Nachwuchs nun auch selbst helfen kann.

24.11.2017
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 21. Januar 2018:
Losungstext:
Ich will deinen Namen preisen für deine Güte und Treue; denn du hast dein Wort herrlich gemacht um deines Namens willen.
Psalm 138,2
Lehrtext:
Jesus betet: Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.
Johannes 17,26