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Das Duo „Get in touch“ mit Maik Hester am Bandoneon und Thilo Champignon an der Gitarre sorgte in der Evangelischen Stadtakademie für einen beschwingten Auftakt des neuen Halbjahrprogramms. Foto: Frauke Haardt-Radzik

Im Rahmen eines Tango-Nachmittags präsentierte jezt Pfarrer Arno Lohmann das neue Halbjahresprogramm der Evangelischen Stadtakademie.

„Ich habe noch nie gesehen, wie eine Frau an einem Mann derart hochkriecht!“ Akademieleiter Lohmann ist die Begeisterung für den Tango und sein Erlebnis mit einer spontanen Tanzgruppe in Buenos Aires immer noch gut anzumerken. „Get in touch“ hieß es denn auch in den Räumen der Evangelischen Stadtakademie zum Auftakt des zweiten Halbjahresprogramms. In Berührung kamen dann auch die vielen Besucher an diesem Sonntagnachmittag mit der wunderbaren argentinischen Tangomusik, gespielt vom Duo Maik Hester und Thilo Champignon.

Zunächst aber hieß es warten, viele hatten den kurzfristigen Ortswechsel vom Rittergut Laer zur Stadtakademie in der Innenstadt nicht mitbekommen, mussten erst zum neuen Veranstaltungsort gelotst werden.

Doch dann endlich legt das Duo „Get in touch“ los, bietet Tango Argentino vom Feinsten!

Während Maik Hester, international renommierter Konzertakkordeonist und promovierter Musikwissenschaftler, sein Bandoneon zum Singen bringt, bildet Diplom-Musiker und Musikpädagoge Thilo Champignon mit seiner Gitarre die Rhythmusgruppe, die alles begleitet. Ein Duo, das wie ein ganzes Ensemble klingt.

„In den 1920er Jahren brach auch in Europa das Tangofieber aus!“, sagt Hester und liefert zwischen den Musikstücken immer wieder interessante Erläuterungen zum Tanz und zum Werdegang Astor Piazzollas, dessen Eltern aus Italien nach Amerika emigriert waren. Mit Beginn der 1950er Jahre wurde der Tango unmodern, Rock & Roll-Musik aus dem Radio war angesagter. „Doch Piazzolla hatte die Vision, den Tango nicht untergehen zu lassen, sondern ihn anzupassen an die modernen Hörgewohnheiten. Die einen haben ihn dafür verachtet, die anderen geliebt“, erläutert Hester.

Heiter – melancholisch, ruhig – hektisch, versponnen – rhythmisch: Viele kleine musikalische Leckerbissen, von der Melancholie bis zur Ekstase, ergeben zusammen einen stimmungsvollen Auftakt des neuen Akademieprogramms.

Und auch dieses bietet einen bunten abwechslungsvollen Reigen. „Mehr als nur ein Luther-Spektakel“ will die Stadtakademie in den kommenden Monaten mit Vorträgen, Kunstexkursionen und Studienreisen bieten. „Auch jenseits von Luther und dem Reformationsjubiläum bleibt unser neues Programm aktuell und spannend“, verspricht Lohmann.

Obwohl, so ganz ohne den Reformator geht es dann doch nicht. Und so steht der September besonders im Zeichen des Jubiläumsjahres. Mehrere Veranstaltungen beschäftigen sich in den kommenden Wochen mit Luthers auch heute noch erstaunlichen Aktualität, für ein mutiges Leben und gewagten Glauben.

Wohin steuert die Türkei, wie geht man um mit den Identitären, einer neuen rechtsradikalen Internationalen? Welche Bilder von Natur und welche Ansprüche an die Landwirtschaft haben Städter im Kopf und welchen Herausforderungen sehen sich die Landwirte gegenüber? Auch diese Themen werden in den nächsten Monaten beleuchtet. Und bei einer Studienreise nach Georgien im Mai nächsten Jahres wird das landschaftlich höchst abwechslungsreiche kleine Land im Kaukasus erkundet.

22.09.2017
Von: Frauke Haardt-Radzik

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 19. November 2017:
Losungstext:
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5.Mose 2,7
Lehrtext:
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1.Korinther 3,7