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„Allah u akbar – Gott ist groß!“, rief der Bochumer Hodscha und eröffnete feierlich die erste muslimische Gebetsstätte in einem Bochumer Krankenhaus. In dem hellen, freundlichen Raum steht, wie es sich für islamische Andachtsstätten gehört, eine Gebetsnische, eine kleine Empore mit Treppchen und auf einem Tischchen liegt der Koran. Das Teppichmuster und die Gebetsnische sind nach exakten Berechnungen gen Mekka ausgerichtet. Die Empore symbolisiert die islamische Kanzel; von hier aus predigen Vorbeter in großen Moscheen beim Freitagsgebet. In diesem Andachtsraum wird es allerdings keine islamischen Messen und Versammlungen geben. Hier sollen vielmehr Patienten und ihre Angehörigen Ruhe finden und Kraft schöpfen können.

 

„Wir sind stolz darauf, als erstes Bochumer Krankenhaus unseren muslimischen Patienten so etwas anbieten zu können. Es passt zum Leitbild des Bergmannsheil, denn wir wollen nicht nur die optimale medizinische Versorgung, sondern auch die religiösen Bedürfnisse der Patienten ernst nehmen. Und bei der Bewältigung von Krankheiten spielt die Religion nun mal eine ganz besondere Rolle.“ Mit diesen Worten umriss Bergmannsheil-Geschäftsführer Hans-Werner Kick die Bedeutung der neuen Gebetsstätte. Kick weiter: „Uns geht es nicht nur um Toleranz sondern um Respekt und Anerkennung aller weltanschaulichen Ausrichtungen. Für die vielen arabischen Patienten, die von weither ins Bergmannsheil kommen, um sich hier behandeln zu lassen, hoffen wir, dass dieser Andachtsraum ihnen bei der Genesung hilft!“

 

Der türkische Religionsattaché Ibrahim Gündüz war extra zur Eröffnung nach Bochum gekommen. Den etwa 30 Gästen sprach er seine Freude darüber aus, dass die gegenseitige Achtung an diesem Tag besonders deutlich werde: „Hiermit wird ganz klar, dass unsere Bedürfnisse auch wahrgenommen und geachtet werden!“

 

Die Mini-Moschee im Krankenhaus errichtete die Geschäftsführung des Bergmannheils gemeinsam mit verschiedenen Moscheevereinen der Stadt. Ein Hodscha fasste die Hoffnungen, die an die neue Gebetsstätte geknüpft werden, so zusammen: „Möge dieser Andachtsraum den kranken Menschen auf ihrem Weg zur Gesundung helfen!“

07.04.2008
Von: Frauke Haardt-Radzik. Foto: dito

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 18. November 2017:
Losungstext:
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesaja 9,1
Lehrtext:
Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
Titus 2,14