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Pfarrer Christoph Knemeyer (r.) gemeinsam mit Superintendent Gerald Hagmann auf dem Weg zu seinem Abschiedsgottesdienst. Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

"Sie waren als Pfarrer in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen unserer Kirche beheimatet." Das betonte Superintendent Gerald Hagmann, als er nun Christoph Knemeyer mit einem Gottesdienst im St. Josef-Hospital in den Ruhestand verabschiedete.

Hagmann erinnerte damit daran, dass Pfarrer Knemeyer seine Tätigkeit in der westfälischen Landeskirche im Gemeindedienst begann und später als Krankenhaus-Seelsorger und Schulpfarrer tätig war.

Der Superintendent betonte zudem, dass der 65-jährige Theologe immer ein offenes Ohr für seine Mitmenschen hatte. So habe er sich im Krankenhaus um die Bedürfnisse der Patienten gekümmert, sich als guter Kollege im ökumenischen Team der Krankenhaus-Seelsorger erwiesen und sich vor allem in seinem Berufsleben um die Belange von Jugendlichen gekümmert.

"Das begann schon in ihrer Pfarrstelle in Langendreer, wo Sie sich seit 1983 mit Ihrer Frau Gisela eine Pfarrstelle teilten. Dort wirkten Sie in der Jugendarbeit. Dieses Engagement setzte sich in der Schule fort", unterstrich Hagmann. Zuletzt unterrichtete Knemeyer 13 Stunden Religionsunterricht an der Heinrich-von-Kleist-Schule in Gerthe.

Seit März 2002 war die Krankenhaus-Seelsorge der Schwerpunkt von Knemeyers Arbeit. "Das begann mit einer dreijährigen Vertretung für Pfarrer Werner Posner auf einer halben Stelle hier im St. Josef. Daraus wurden 15 Jahre", erinnerte sich der Seelsorger in seiner Abschiedspredigt. Neben dem St. Josef-Klinik gehörte auch das St. Elisabeth-Hospital zu seinem Arbeitsbereich.

Wie sehr ihn in dieser Zeit das Schicksal von Menschen bewegte, zeichnete er an einzelnen Beispielen nach. Ob Trauer oder Freude: alles war dabei. "Mich selbst hat dabei immer der Glaube daran getragen, dass da jemand ist, der die mir sich anvertrauenden Menschen und mich unterstützt", sagte Knemeyer.

Grußworte gab es von Franz–Rainer Kellerhoff, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums, vom katholischen Kollegen Berthold Bittger und aus der Kirchengemeinde in Langendreer.

Kellerhoff verwies insbesondere auf seine Tätigkeit als Suchtbeauftragter, für die das Klinikum 2007 einen Qualitätspreis erhielt. Für Bittger war das gute Zusammenwirken im Team wichtig, das sich auch auf das Begleiten von Mitarbeitenden bezog, egal ob Seelsorge, Taufe, Hochzeit oder auch Trauerfeier. Die Langendreerer begrüßten ihn als "zurückgekehrtes" Gemeindemitglied, da er dort bis heute mit Ehefrau Gisela wohnt.

Knemeyer schaute auch persönlich auf sein Berufsleben zurück: "Höhepunkt meiner Gemeindearbeit in Langendreer auf einer halben Stelle waren sicherlich zwei Dinge: die dreijährige Tätigkeit, bis 1992 das Gemeindehaus an der Alten Bahnhofstraße eingeweiht werden konnte, sowie die Konzeptentwicklung für KulTurM Ende der 90er Jahre." Darüber hinaus ist er glücklich, dass nun der Spagat zwischen Schule und Krankenhaus aufgehört hat. Knemeyer: "Es fiel mir immer schwerer, dem gerecht zu werden."

29.07.2017
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 18. November 2017:
Losungstext:
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesaja 9,1
Lehrtext:
Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
Titus 2,14