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Orgelmusik zur Mittagszeit: Beim LunchtimeConcert an der Ruhr-Universität begeisterte der weltweit geschätzte Organist und Komponist Anthony Halliday. Foto: Frauke Haardt-Radzik

Die Bochumer Orgeltage sind unter ihrem künstlerischen Leiter Kirchenmusikdirektor Arno Hartmann längst von einem Nischenprogramm zu einem sommerlichen Highlight Bochums avanciert, meint Frauke Haardt-Radzik. Und hat gleich ein paar Beispiele zur Hand.

Tags zuvor gab er ein umjubeltes Konzert in der Christuskirche Bochum, doch beim Mittagskonzert an der Ruhr-Universität wartete Anthony Halliday mit einem komplett anderen Repertoire auf. Felix Mendelssohn Bartholdys Symphonie Nr. 5 d-Moll ließ der weltweit gefragte Komponist und Organist aus Australien an der Klais-Orgel erklingen.

Ein weiteres Beispiel für die gelingenden Kooperationen, in diesem Fall mit dem Musischen Zentrum der Hochschule, die die Bochumer Orgeltage mehr und mehr zu einem Anziehungspunkt für Musikfreunde aus dem näheren und weiteren Umkreis werden lassen.

Und genauso wie die beiden Kinderorgelkonzerte in diesem Jahr erstmals dabei waren, kommen neben schon bekannten Organisten an schon gehörten Orgeln verschiedener Bochumer Kirchen auch immer wieder neue Musiker, mittlerweile aus aller Welt, nach Bochum, um hier bei der nun schon 37. Neuauflage des Festivals zu spielen.

Halliday, der schon vor der englischen Queen, aber auch vor Papst Johannes Paul II. das königliche Instrument erklingen ließ, gibt sich beim Auftritt an der Ruhr-Uni äußerst bescheiden. Das Instrument und seine Musik sollen schließlich im Mittelpunkt stehen. Die Reformations-Symphonie hat sich der Australier vorgenommen - und vom ersten Ton an macht sich eine präzise Leichtigkeit in seinem Spiel breit. Die große Freude an der eigens von ihm für die Orgel transkribierten Musik wird den sehr zahlreichen Zuhörern überdeutlich.

Eigentlich sind die Lunchtime Konzerte auf eine halbe Stunde begrenzt, doch bei solch wunderbarer Musik bleibt, wer irgend kann, selbst nach 45 Minuten noch sitzen und lauscht gebannt.

„Ein feste Burg“ lautet das gewählte Motto der diesjährigen Orgeltage, und jeder Organist soll eine Version dieses Lutherliedes spielen. Leichte Übung für Anthony Halliday, denn der vierte Satz der Reformations-Symphonie, ein Choral, lautet „Ein feste Burg ist unser Gott“.

Die Freude an der Musik und am Klang der Klais-Orgel sind Halliday, der auch schon geistliche Messen geschrieben hat, klar anzumerken. Die Reformations-Symphonie endet mit feierlich schallenden Klängen. Das Publikum applaudiert begeistert und entlockt dem Australier dann noch eine Zugabe, bei der die Orgel sich in ihrer ganzen klanglichen Pracht darstellen kann.

Die Bochumer Orgeltage sind längst von einem Nischenprogramm zu einem sommerlichen Highlight Bochums avanciert. Und Arno Hartmann, der künstlerische Leiter des Festivals, blickt zufrieden auf eine positive Zwischenbilanz.

17.06.2017
Von: Frauke Haardt-Radzik

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 24. Juni 2017:
Losungstext:
Gott, schweige doch nicht! Gott, bleib nicht so still und ruhig! Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben das Haupt.
Psalm 83,2-3
Lehrtext:
Zacharias sprach: Der Gott Israels hat mit einem Eid versprochen, uns aus der Macht der Feinde zu befreien, damit wir keine Furcht mehr haben müssen und unser Leben lang ihm dienen können.
Lukas 1,73-75