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„Die Gemeindearbeit ist keine Show der eineinhalb Pfarrstellen und von zehn Presbytern, wenn hier steht: Unsere Gemeinde ist ein Haus aus lebendigen Steinen“, stellte Moderator Jürgen Niedringhausen (Foto: stehend) fest, als er bei der Harpener Gemeindeversammlung verschiedene Thesen für das neue entwickelte Leitbild der Kirchengemeinde vorstellte. Vielmehr seien die Ehrenamtlichen gefordert, sich in vielen Bereichen zukünftig einzubringen, um die Gemeinde lebendig zu machen, so der ehemalige Leiter des Bochumer Schulverwaltungsamtes weiter.

 

Die 35 Anwesenden bat Niedringhausen deshalb, die von der gemeindlichen Konzeptionsgruppe in mehreren Treffen erarbeiteten Aussagen zu bewerten und so selbst daran mitzuwirken, welche Schwerpunkte sich die Gemeinde zukünftig inhaltlich setzen solle und welche Aufgaben davon vordringlich in konkrete Arbeitsschritte umgesetzt werden. Schließlich sollten solche Leitsätze, so seine Ansicht, keine „Leersätze für eine Wunschgemeinde sein“, sondern helfen, einen Maßnahmenplan für die Zukunft zu erstellen. Und das könne wiederum nur mit Hilfe der anwesenden „lebendigen Steine“ geschehen.



Die Versammelten folgten gerne diesem Aufruf. „Das Fordern, Fördern und Leben der christlichen Nächstenliebe“ erhielt dabei die höchste Akzeptanz von den insgesamt 13 Thesen. Auf den nächsten Plätzen folgten „regelmäßige, auch außergewöhnliche Gottesdienste für verschiedene Generationen“, die „Seelsorge“ sowie „Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde“. Den vierten Platz teilten sich die „musikalisch, kulturelle Arbeit“ und die Forderung, dass die „Insel Kornharpen“ - gerade wegen ihrer Ferne vom Zentrum an der St. Vinzentiuskirche - in der Gemeindearbeit beachtet werde.



Weit abgeschlagen waren hingegen die Aufgabenfelder „Pflege der Ökumene“, und „unerreichbare Gemeindemitglieder zu erreichen“. Vielleicht nur ein Missverständnis: Eine „offene Kirche“ mit Hilfe von Ehrenamtlichen aufzubauen, was die Konzeptionsgruppe für wichtig erachtet hatte, landete auf einem der letzten Plätze in der Bewertung.



Das Presbyterium hatte diesen Leitsätzen schon einen Hauptauftrag vorangestellt, indem es festlegte: „Unsere Gemeinde ist ein Haus aus lebendigen Steinen, in deren Mittelpunkt die über 1000-jährige St. Vinzentiuskirche steht.“ Nach eingehender Diskussion werden die Leitsätze dann vom Presbyterium formal beschlossen, erklärte Gemeindepfarrer Gerald Hagmann.


Der Leitsatzdiskussion ging ein Bericht zum Ergebnis der Gemeindebefragung vom Herbst 2007 voraus. Von 1200 ausgegebenen Fragebögen wurden 362 beantwortet. Die Auswertung der 13-köpfigen Konzeptionsgruppe unterstützten Jürgen Galle vom Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD sowie deren ehemaliger Leiter, Dr. Hartmut Przybylski.



Einige Erkenntnisse daraus: In Kornharpen wohnen mehr jüngere, örtlich und sozial eher gemeindefernere Gemeindemitglieder. In Kirchharpen und Rosenberg wird die St. Vinzentiuskirche als zentraler Ort gesehen. Der Rosenberg hat zudem Bedarf an Angeboten für ältere Gemeindemitglieder.



Insgesamt wurde deutlich, so Presbyter Alfred Schiske, der die Auswertung vorstellte: Wer Kontakt zur Gemeinde hatte, erlebe diesen sehr positiv. „Der größte Teil der Gemeindemitglieder ist zudem offen für Kontakte mit der Gemeinde.“

14.10.2008
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper. Foto: dito

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 19. November 2017:
Losungstext:
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5.Mose 2,7
Lehrtext:
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1.Korinther 3,7