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Kulturelle Angebote wie Auftritte des Salonorchesters der BoSy sind im Jochen-Klepper-Haus selbstverständlich. Foto: Dirk Schulze-Steinen /JKH

„Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal in einem Konzert war – und dabei habe ich früher sogar selber so gerne im Kirchenchor gesungen.“

Dieser Satz ist häufig in Seniorenheimen zu hören. Und so war auch die aktive Teilnahme am kulturellen Leben des Ortsteils oder der Stadt für viele Bewohnerinnen und Bewohner des Jochen-Klepper-Hauses selbstverständlich – bis dann irgendwann die Kraft nicht mehr ausreichte, die Wege zurückzulegen oder eine Chorprobe durchzustehen.

Dass Kultur auch im Alter weit mehr ist, als in den gleichnamige Beutel passt, erleben die Bewohner der Pflegeeinrichtung der Diakonie Ruhr an der Bergener Straße bei vielen Gelegenheiten. Die vielfältigen Angebote in Wort, Bild und Musik sind wesentlicher Bestandteil der außerpflegerischen Betreuung im Hause – und sind eben nicht erlebbar, obwohl sondern weil man hier wohnt.

Konzerte im Saal, der Besuch der Gottesdienste im Andachtsraum, das gemeinsame Singen auf der Wohnebene, das Malen im Wohnzimmer oder im Pflegebett in die Welt eines vorgelesenen Märchens eintauchen: Kultur der kurzen Wege.

In der „Charta der Rechte hilfs- und pflegebedürftiger Menschen“ wird in Artikel 7 festgehalten, dass bei der Pflege und Betreuung „kulturelle und religiöse Bedürfnisse…berücksichtigt werden sollen“. Hierzu ist es wichtig, die jeweiligen individuellen Vorlieben der Bewohner zu erfragen und viele unterschiedliche Angebote machen zu können: Nicht jede Bewohnerin möchte von Helene Fischer atemlos durch den Tag begleitet werden.

Viele Hindernisse zur Teilhabe am kulturellen und sozialen Leben können im Jochen-Klepper-Haus überwunden werden: Bewohner, die sich nicht mehr gut zurecht finden, werden zu den Veranstaltungen begleitet; der Weg vom Wohnbereich in den Saal ist durch den Aufzug barrierefrei; eine Toilette ist in der Nähe und kann auch während der Veranstaltung aufgesucht werden. Schließlich ist der Eintritt frei - manche Chöre und Orchester treten ohne Gage auf oder die Kosten sind im Heimentgelt enthalten.

Angehörige und Gäste sind bei den Konzerten, beim Tanztee, zu den Gottesdiensten und zu den jahreszeitlichen Feiern im Saal herzlich willkommen – Kultur und Begegnung gehören in Seniorenheimen wie dem Jochen-Klepper-Haus eng zusammen.

02.02.2018
Von: KK

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Donnerstag, 22. Februar 2018:
Losungstext:
Sollte Gott etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?
4.Mose 23,19
Lehrtext:
Jesus sprach zu Petrus: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Matthäus 14,31