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Mit einem Dank an alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die großen Anstrengungen eröffnete Superintendent Fred Sobiech seinen Bericht zur Finanzsynode vor 121 Stimmberechtigten aus Gemeinden und gemeinsamen Diensten.

 

Vorrangiges Ziel aller Bemühungen auf allen Arbeitsebenen bleibe, einen ausgeglichenen Haushalt bis 2010 zu erreichen, betonte Sobiech. Für die schwierige Haushaltslage in der Vergangenheit müssten sich alle Beteiligten verantworten.



Durch die Reorganisation der Verwaltung, die im Wesentlichen eine Beschränkung auf die Kernaufgaben der Verwaltung darstellt und auf die Weiterführung der betriebswirtschaftlichen Buchführung setzt, konnte das Zuschussbudget für die Verwaltung auf zehn Prozent des jährlichen Kirchensteueraufkommens ohne betriebsbedingte Kündigungen gesenkt werden, stellte anschließend Peter Faiß vom Wirtschaftsprüfungsunternehmen Adveris (Foto) vor.



Allerdings nicht ohne weiteres. Von acht Verwaltungsstellen, die nach diesem Modell nicht mehr die unmittelbaren Kernaufgaben der Verwaltung abdecken, jedoch in ihrem bisherigen Zuschnitt eine Entlastung für die Arbeit der Gemeinden und Einrichtungen bringen können, werden nach Beschluss der Kreissynode sieben als Zusatzservice der Verwaltung aus dem gemeinsamen Jahreshaushalt 2009 bezahlt.

 

Das zentrale Meldewesen nach dem knappen Votum der Delegierten nicht mehr seitens der Verwaltung weitergeführt werden. Ob die Gemeinden selbst in der Lage sein werden, diese ureigene Verwaltungsaufgabe in Zukunft dezentral selbst zu bewältigen, wird sich zeigen müssen.

Einer Sonderbetrachtung musste sich auch die kreiskirchliche Druckerei unterziehen, weil Kreissynodalvorstand und der neue Verwaltungsdirektor Kurt Drees den Kreissynodalen empfohlen hatten, die Druckerei ab sofort aufgrund eines geschätzten Jahresminus von rund 32.000 Euro zu schließen. Eine Empfehlung, die schon vor der Kreissynode auf einer Pfarrkonferenz publik wurde und Irritationen hervorrief, weil sie sich offensichtlich weder auf eine Gesamtkalkulation noch auf eine ausreichende Kostenbilanz stützen konnte. Auch andere für diese Beschlussempfehlung genannte Aspekte wie die Standort- und Personalfrage wurden kritisch hinterfragt.

Da trotz anders lautender Zusagen im Vorfeld auch auf der Kreissynode keine neuen Zahlen und Argumente genannt werden konnten, nahmen die Synodalen das Angebot Pfarrer Gert Hofmanns an, bis Ende Mai 2009 unter dem Dach der Öffentlichkeitsarbeit und in Kooperation mit den Fachausschüssen Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit den Nachweis der Kostendeckung der Druckerei zu bringen. Die Mitarbeitervertretung, die mit vielen Kolleginnen und Kollegen dem Diskussionsverlauf folgten, signalisierte hierzu deutlich ihre Unterstützung.

Eine Stunde vor Mitternacht beschloss die Kreissynode dann den Haushaltsplan 2009 in Höhe von 9,98 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr mussten mit rund 150.000 Euro deutlich weniger Rücklagen entnommen werden. Dies wurde möglich durch einen strikten Sparkurs in allen Bereichen. „Der Kirchenkreis Bochum macht gute Fortschritte bei der Konsolidierung des Haushaltes“, versicherte deshalb Pfarrer Peter Scheffler als Vorsitzender des Finanzausschusses und wies darauf hin, dass damit erstmalig seit Verabschiedung der neuen Finanzsatzung 2005 ein ordentlicher Haushalt verabschiedet worden sei.

 

Doch durch Verwaltungsreorganisation und Geld sparen allein wird ja keine Kirche organisiert. Die gemeinsamen Ziele sind es, die zeigen werden, wie sich die Kirche in Bochum als Leib Christi mit vielen Gliedern in den nächsten Jahren aufstellen wird.

10.12.2008
Von: Gert Hofmann. Foto: dito

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 19. November 2017:
Losungstext:
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5.Mose 2,7
Lehrtext:
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1.Korinther 3,7