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Ramiz Guliev (Foto: links) gilt als Star. Seinem Instrument, der Tar, entlockt der Musikprofessor erstaunliche Klänge. Die Tar, eine Art Laute, ist so alt wie die Menschheit, sagt Guliev überzeugend, mindestens aber seit 2500 Jahren bekannt: Ein doppelbauchiger Klangkörper, geformt aus dem Holz des Maulbeerbaums, bespannt mit 11 Saiten.

 

Vom allerersten Klang an füllte Ramiz Guliev mit seiner Musik das große Kirchenschiff der Christuskirche Bochum mühelos. Zum Konzert brachte er eine komplette kammermusikalische Besetzung mit: Qanun, die orientalische Zither, Kemance, eine Stielgeige, Klarinette, ein Knopfakkordeon und die Nagara – Trommel.

Das zunächst spärliche Publikum erlebte die faszinierende klassische aserbeidschanische Musik, Mugham genannt. Sängerin Gulestan Alieva und Sänger Faramarz Garmrudi trugen mit viel Gefühl Lieder des aserbaidschanischen Dichters Shahriar wie auch Folkloristisches aus ihrer Heimat vor.

 

In diesen Liedern dreht sich alles um Liebe und Freundschaft: Zwischen Mann und Frau, Gott und den Menschen, der Natur und den Menschen und zwischen den verschiedenen Völkern. Dem Publikum, vom Säugling bis ins hohe Alter, waren viele der Lieder gut bekannt. Eifrig wurde mitgeklatscht, mit den Fingern geschnipst und mit viel Begeisterung auch mitgesungen.

Zwischendurch bewies Ramiz Guliev sein meisterliches Können in den sehr meditativ gehaltenen Solostücken. Da erklang das Spiel der Tar besonders eindringlich. In der Pause zeigte Guliev, der an der Musikakademie von Baku unterrichtet, dass sein orientalisches Zupfinstrument durchaus auch für Musik von Mozart oder Schubert geeignet ist.

Zum zweiten Teil des Konzerts füllte sich die „Kirche der Kulturen“ dann zusehends. Spontan sprangen immer wieder besonders Begeisterte von ihren Sitzen auf und applaudierten. Das Konzert in der Christuskirche bildete den Tourneeabschluss der aserbaidschanischen Musiker. Gewidmet haben sie es allen Menschen, die sich auch ohne Worte verstehen. Ein großes Konzert für ein kleines, aber begeistertes Publikum.

14.10.2008
Von: Frauke Haardt-Radzik. Foto: dito

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 18. November 2017:
Losungstext:
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesaja 9,1
Lehrtext:
Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
Titus 2,14