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Dass der Klimawandel tatsächlich begonnen hat, erleben wir alle an wärmeren Wintern, an heftigeren Stürmen und höheren Temperaturen im Jahresdurchschnitt. Auch die aktuellen Forschungsergebnisse belegen das, wie Pfarrer Klaus Breyer (Foto), Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen, vor kurzem in seinem Vortrag in der Evangelischen Stadtakademie darlegte.

 

Zeit zum Handeln bleibe nicht mehr viel, betonte Breyer. Wenn nicht innerhalb weniger Jahre eine nachhaltige Veränderung unsere Wirtschafts- und Lebensweise gelänge, werde der Klimawandel nicht mehr kontrollierbar sein. Wenn die durchschnittliche Klimaerwärmung die Marke von zwei Grad Celsius übersteige, sei der kritische Punkt überschritten.

 

Es gebe durchaus Möglichkeiten des Handelns, so Breyer weiter. Die Evangelische Kirche von Westfalen sei aktives Mitglied der Klima-Allianz, einem Bündnis aus einer Vielzahl von Initiativen und Organisationen, die sich für den Klimaschutz einsetzten. Kirchengemeinden könnten mit gutem Vorbild vorangehen und an einem speziell für sie entwickelten kirchlichen Umweltmanagementprojekt teilnehmen. Wenn diese bei Abschluss des Projekts nachweisen können, dass sie währenddessen ihren Energieverbrauch deutlich und nachhaltig gesenkt haben, erhielten sie das kirchliche Zertifikat „Grüner Hahn“, das Europäischen Umweltstandards entspreche. In Zeiten knapper Finanzen sei dies, so Breyer, auch ein nachhaltiger Beitrag zur Konsolidierung von kirchlichen Haushalten. Je nach Zustand kirchlicher Gebäude sei so eine Energiekostenersparnis von 20 bis 30 Prozent möglich.

 

In der anschließenden Diskussion wurde auch die Frage gestellt, was den Klimaschutz verhindere. Genannt wurden gesellschaftliche Gruppen, die gut an der Klimazerstörung verdienten. Außerdem seien die kurzfristigen Mehrausgaben, die aktiver Klimaschutz bedeuten könne, von Menschen mit geringem Einkommen nur schwer oder gar nicht finanzierbar. Ohne die Überwindung der Verarmung eines immer größer werdenden Teils unserer Gesellschaft, das wurde hier eben auch deutlich, ist die ökologische Frage nicht zu lösen. Die ökologische Frage und die soziale Frage können nur in direkter Kombination gelöst werden. Das gilt für unsere Gesellschaft, aber auch weltweit.

 

Den aktuellen Weltklima-Bericht von Germanwatch können Sie hier als pdf herunterladen.

15.04.2008
Von: Jürgen Klute. Foto: dito

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 18. November 2017:
Losungstext:
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesaja 9,1
Lehrtext:
Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
Titus 2,14