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„Father and son“, das bekannte Lied von Pop-Ikone Cat Stevens, passte ganz hervorragend ins „Abendprogramm“ der Veranstaltung  „Kinder und Kerle“, die in der Integrativen Kindertagesstätte der Diakonie an der Wasserstraße nun schon zum sechsten Mal mit großer Begeisterung durchgeführt wurde.

 

Väter, so der gedankliche Ansatz, verbringen in aller Regel zu wenig Zeit mit dem Nachwuchs. Deshalb hatte Michael Both, der Leiter der Einrichtung, die Idee, den Kindern einen ganzen Abend und eine gemeinsame Nacht mit den Vätern zu schenken. Frauen waren bei dieser Aktion deshalb ausnahmsweise unerwünscht.

 

Um 17 Uhr sammelten sich am Freitag die „Kerle“ mit den Kindern im Hof der Einrichtung und bauten mit dem Nachwuchs eine respektable Zeltstadt auf, die am Ende gut 20 „Stoffhäuser“ groß war. Vom Hauszelt bis zum Kleinstzelt war alles vertreten, was die Campingbranche zu bieten hat. Robin und Finn Mika verteidigten ihr neues Heim mit einem dicken Knüppel und noch dickerer Drohgebärde gegen vermeintliche Eindringlinge. Emily und Nele zeigten stolz ihr dünnwandiges Zuhause.

 

Die Kleinen wuselten und tobten herum, während die Papas gut damit beschäftigt waren, die hungrigen Mäuler mit Gegrilltem zu versorgen. „Und ausnahmsweise“, so betonte Both, „gibt es heute bei uns sogar einmal ein Bier.“ Das schmeckte den Vätern und machte wett, dass sie beim Essen an den kleinen Tischen ihre Rücken mächtig krumm machen mussten.

 

Schließlich gingen alle auf Schatzsuche. Auf dem neuen Spielplatz an der Holtbrügge war er versteckt worden und musste von den Kleinen gefunden werden. “Das haben die auch ganz fix geschafft“, erzählte Michael Both. Und als Belohnung gab es dann die Leuchtdioden aus der Schatzkiste, die allen in der beginnenden Dunkelheit noch prima Dienste leisteten.

 

Zurück in der Zeltstadt wurde das Lagerfeuer der romantische Mittelpunkt. Einige Väter holten die Gitarren heraus und es wurde reichlich gesungen. „Father and son“ eben – „Über den Wolken“ und „Let it be“. Als dann gegen zehn Uhr ein paar Regentropfen herunterkamen, hat das kaum jemanden gestört, weil die Stimmung so schön und friedlich war. „Wir haben dann einfach ein paar Sonnenschirme zu Regenschirmen befördert“, lachte Both. Und gegen elf Uhr gingen die einerseits müden, andererseits nassen Kinder und Kerle in die „Kiste“.

 

Um Sechs in der Frühe gingen die ersten Zeltreißverschlüsse schon wieder auf und die Nacht war allzu schnell zu Ende. Lediglich die versierten Campinghasen hatten ein bisschen Schlaf bekommen. Das ungewohnte Schlafzimmer hatte vielen arg zugesetzt, die dann beim Frühstück immer noch richtig müde waren.

 

Aufgeräumt und sauber gemacht wurde am Samstagmorgen natürlich auch noch. „Da haben alle super mitgeholfen“, lobte Both, ergänzte aber, dass „Männer das natürlich lange nicht so gut können wie ihre weiblichen Kollegen.“ Dennoch habe es anschließend sehr ordentlich ausgesehen.

 

Die Einrichtung für Kinder mit Behinderungen gibt es seit 1972. Ab 1997 wurden auch Regelkinder aufgenommen, wodurch die Tagesstätte ihre integrative Ausrichtung bekam. Von den insgesamt 54 Kindern haben 33 eine Behinderung.

20.06.2008
Von: Eberhard Franken. Foto: dito

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 19. November 2017:
Losungstext:
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5.Mose 2,7
Lehrtext:
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1.Korinther 3,7