Direkt zum Inhalt der Webseite springen

„Wir sind heute nur eine kleine Schar von Begeisterten für den Chorgesang und das musikalische Gotteslob“, betonte der ehemalige Gemeindepfarrer Jürgen Koch in seiner Kurzansprache im Festgottesdienst zu „90 Jahre evangelischer Kirchenchor Hiltrop-Bergen“.
„Darin unterscheiden wir uns allerdings nicht von den Gründern dieses Chores, die 1917 und 1918 kurz vor dem Ende des ersten Weltkrieges sich hier zusammen fanden, um die Gottesdienste musikalisch mit zu gestalten“, so der aktiver Sänger im Gemeindechor weiter.

Den Festgottesdienst gestaltete musikalisch der 21-köpfige Chor zusammen mit dem gemeindlichen Posaunenchor. Die Leitung beider Chöre übernahm Chorleiter Kurt Steinseifer. Im Zentrum des Gottesdienstes stand ein Dialog von Predigt und Lied zum Motto „Macht hoch die Tür“, bei dem Gemeindepfarrer Helmut Gera den Wortteil übernahm.

Im benachbarten Gemeindehaus ging es anschließend fröhlich weiter. Gemeindehistoriker Heinz Otto Wolf erinnerte an die Gründung der Kirchengemeinde Hiltrop-Bergen, die bis zur Gründung des Kirchenchores im Jahre 1917 eine Tochtergemeinde von Herne war. Pfarrer Heinrich Fortmann, der als Chorgründer galt, wurde später dessen Ehrenvorsitzender. „Die eigentlichen Chorgründer waren jedoch die Gemeindemitglieder Klara Vohs und Otto Grein“, erklärte Wolf, dessen eigene Mutter zu den Mitgründerinnen gehörte.

Erster Chorleiter wurde Wilhelm Lötz, der damalige Rektor der Hiltroper Volksschule. Schon 1919 gab er das Amt an Fritz Kühl ab, der den Chor dann bis zum 31. Dezember 1937 leitete. Zeitgleich stieg auch die Anzahl der Chormitglieder auf über 70 Sängerinnen und Sänger an.

Der heutige Chorleiter Steinseifer, der die Aufgabe 1999 übernahm, dankte allen, die bis heute den Kirchenchor förderten: „Vor 90 Jahren wurde hier ein Bäumchen gepflanzt. Viele Leute haben anschließend daran mitgewirkt, es zu hegen und pflegen.“

Das Wort des Tages sagte jedoch die 85-jährige Helene Kallmeier. „Heute ist mir so, als wenn ich nach Hause gekommen wäre“, freute sich das älteste noch lebende, wenn auch seit 15 Jahren ehemalige Chormitglied. 56 Jahre, von 1937 bis 1993, sang sie im Chor mit, bis sie mit 70 Jahren beschloss: „Ich höre lieber auf, bevor ich stimmlich nicht mehr kann.“ Dem Chor blieb sie trotzdem eng verbunden und dieser ihr, wie das Jubiläum nun zeigte.

04.02.2009
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper. Foto: dito

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Donnerstag, 22. Februar 2018:
Losungstext:
Sollte Gott etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?
4.Mose 23,19
Lehrtext:
Jesus sprach zu Petrus: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Matthäus 14,31