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Ben, Marian und Begün experimentieren in der Kita KinderReich Stiepel mit Wasser. Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

"Schleifen binden und mit der Schere schneiden: Das lernen unsere Kinder heute oft in der Kindertagesstätte. Da passt es gut, dass sie dort mit ganz alltäglichen Mitteln auch Erfahrungen zu unserem naturwissenschaftlich und technisch geprägten Alltag sammeln", sagt Thilo Elsner.

Im Familienzentrum KinderReich Stiepel zertifizierte der Leiter des "Instituts für Umwelt- und Zukunftsforschung Sternwarte Bochum" (IUZ) jetzt die Kindertagesstätte KinderReich Stiepel zum "Haus der kleinen Forscher". Einrichtungsleiterin Bernadette Wachkamp und Erzieherin Maike Schröer, die die kleinen Forscher betreut, freuen sich darüber riesig.

Wie das alltagsgerechte naturwissenschaftliche Forschen praktisch aussieht, führten gleich darauf Ben (6), Begün (6), Marian (5) und Janos (4) vor: Im dafür im Frühjahr eingerichteten "Forscherlabor" stellten sie selbst Seifenblasen her. Mehr als eine Schale mit Wasser und Spülmittel sowie einen Strohhalm benötigten sie dafür nicht.

"Das sieht aus wie Zuckerwatte", schmunzelte Janos, nachdem er durch sein Pusten ins Seifenwasser viele glitzernde Blasen erschaffen hatte. Für Ben war das eher ein Schneemann, als die Seifenblasen sich hoch türmten und sich - langsam aber stetig - über den Schalenrand hinaus auf dem Tisch verteilten. Marian und Begün nickten und lachten über diesen "Wasserspaß", der im Alltag Teil des Geschirrspülens und des Wäschewaschens ist.

Schröer leitete die Kinder nur wenig zum Experimentieren an. "Meistens genügen die Materialien und eine kleine Einführung. Dann bringen sich die Kinder das schnell gegenseitig selbst bei", erklärte sie.

Beim IUZ, das das Bildungsangebot im Auftrag der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" durchführt, absolvierte sie eine Fortbildung. "Das Schöne ist, ich bekomme nun regelmäßig Forscherkisten mit Experimentierideen und -anleitungen zugeschickt", so die Erzieherin weiter. Aktuell ist es das Thema "Wasser". Zu Strom, Magnetismus und Licht arbeiten die Kinder auch schon.

"Die Kinder können unser Labor täglich nutzen. Es ist Teil unserer angebotsorientierten offenen Arbeit", berichtete Leiterin Wachkamp. Sie können so mögliche Ängste gegenüber Technik und Naturwissenschaft spielerisch abbauen, ist sich Elsner sicher.

Schröer steht den derzeit 99 Kindern ständig zur Verfügung. "Es kommen alle, auch die Jüngsten", erzählte sie: "Die Zweijährigen haben zum Beispiel Spaß daran, mit Magneten zu experimentieren."

31.07.2017
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 16. August 2017:
Losungstext:
Es ströme das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.
Amos 5,24
Lehrtext:
Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.
2.Korinther 9,10