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Restaurator Franz Grunwald (Foto) setzt Abschnitt für Abschnitt, Farbtupfen um Farbtupfen den Innenraum der Gerther Christuskirche instand. Gemeindepfarrer Johannes Romann sammelt durch Aktionen Geld und schafft Vertrauen, die umfangreiche Restaurierung des Kirchenraums zum 100-jährigen Jubiläum der Kirche in 2010 auch zu Ende zu bringen.

Gemeinsam sind sie ein gutes Team. Das zeigte nun wieder der Abschluss des inzwischen dritten Bauabschnitts an der Kirche seit 2003, der in der Gemeinde am 1. Advent begangen wurde. Grunwald stellte dabei vor allem die große Wand mit Ornamenten rund um die Kirchenfenster auf der Westseite fertig. Diese ist nun nach Abbau des Gerüstes wieder in ganzer Breite der Öffentlichkeit zugänglich.

Der Bauabschnitt hatte es – ebenso wie die beiden anderen – in sich. Das lag nicht nur am Umfang der Arbeiten, die auch die Ostseite mit der Empore, die umlaufende Emporenwand, den ehemaligen Konfirmandenraum im Rückteil der Kirche sowie das Westportal mit einschlossen. Beim Entfernen der früheren Farbschichten deckte der 67-jährige Restaurateur auch immer wieder neue Fragmente der ursprünglichen Wandbemalung von 1910 auf.

Dies führte wiederum zu neuerlichen „Schutzmaßnahmen“ zu Gunsten der ursprünglichen Raumgestaltung: Weitere „Fenster in die Vergangenheit“ entstanden neben dem im Altarraum, wo die Wandmalereien des Kirchenmalers Rüther aus den 50er Jahren mit wieder hergestellten historischen Säulen und Ornamenten ein Ensemble bilden. Nun gibt es auch eins an der Emporenwand (nahe des Taufbeckens), im Konfirmandensaal sowie am wieder geöffneten Westportal. Romann: „Der Fund am Portal ist gerade etwa zehn Tage her.“

Die Zeit lief durch diese Erinnerungsmaßnahmen den Akteuren davon. „Allein durch die disziplinierte Arbeitsweise von Grunwald und durch den Einsatz weiterer Mitarbeiter konnten wir die Arbeiten pünktlich zum 1. Advent zum Abschluss bringen“, berichtete Romann.

In 2009 geht es weiter. Grunwald wird zunächst das schon umlaufend freigelegte Rosettenfenster auf der Südseite fertig stellen. Weitere Arbeitsschritte sind das Reinigen des verschmutzten Tonnengewölbes über dem Hauptschiff und das Freilegen und Restaurieren des Hauptportals an der Ostseite der Kirche.

So viel Fleiß hat auch seinen Preis. Die Frauenhilfe überreichte deshalb nun für das Instandsetzen der Rosette eine Großspende von 5000 Euro. Sie trat damit in die Fußstapfen früherer Frauenhilfsfrauen. „Bereits in den 50er Jahren finanzierte die Frauenhilfe das Einsetzen dieser Glasteile, nachdem alle Fenster durch Druckwellen von Bomben im II. Weltkrieg zerstört wurden“, erzählte Romann. Dazu kamen zahlreiche kleinere Einzelspenden hinzu, worauf Finanzkirchmeister Wolfgang Kehrmann dankbar hinwies.

14.01.2009
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper. Foto: dito

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 18. November 2017:
Losungstext:
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesaja 9,1
Lehrtext:
Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
Titus 2,14