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Beim Lutherlauf an der Lutherkirche (v.l.): Marianne Möllershern, Ulla Papenkort und Silvia Ufer. Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Laufen, gehen, Wissen sammeln zu Reformator Martin Luther: Der traditionelle Kirchenlauf zum Auftakt des Gemeindefestes der evangelischen Kirchengemeinde Langendreer bot - passend zum Reformationsjahr - Einblicke in die Kirchengeschichte. Die sportliche Aktion für Läufer und Geher verwandelte sich deshalb einmalig zum "Lutherlauf".

Am Start an der Michaelkirche ging es schon los: Alle Aktiven bekamen eine Lutherrose, die sie sich an die Brust stecken sollten. "Darauf werden die Punkte geklebt, die die Läufer und Geher sich an den Stationen durch das Beantworten der Fragen erarbeiten", erklärte Presbyterin Christine Mrochen-Poth vorab. Die Gesamtschullehrerin mit den Unterrichtsfächern Deutsch, Französisch und Religion hatte Ende 2017 die Idee zum informativen Lauf rund um Luther und das in diesem Jahr stattfindende Reformationsjubiläum. Sie arbeitete auch die Fragen und die Standorte für die insgesamt fünf Stationen der Geher sowie für den sechsten Anlaufpunkt der Läufer aus.

Und los ging es für die etwa 40 Teilnehmer zur Eislebener-, Wartburg-, Wittenbergstraße sowie zur Lutherkirche, wo die Stationen sie erwarteten. "Wann soll Martin Luther seine 95 Thesen an die Kirchentür der Schlosskirche geschlagen haben?", hieß es zum Beispiel an der Wittenbergstraße. An der Wartburgstraße erwartete sie unter anderem: "Womit vertrieb Martin Luther sich die Langeweile bei seiner ‚Schutzhaft‘ auf der Wartburg?“ Die Antworten: Luther schlug die Thesen am 31. Oktober 1517 an. Er übersetzte auf der Burg das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche. Seitdem kann jeder, der lesen kann, sie in der Muttersprache ohne Hilfe von Priestern und Pfarrern studieren.

Die Läufer fanden die Aktion eine gute Sache. "Schöne Idee", meinte Peter Gozian, als er eine der informativ gestalteten Tafeln zu den Fragen an der Wittenbergstraße las. "Ich und Henry Czwikla haben uns sicherheitshalber einem Experten angeschlossen", sagte Gozian schmunzelnd weiter. Das war niemand anders als Pfarrer i. R. Wilfried Geldmacher, der das Kompliment lachend entgegennahm. Der musste es ja wissen. Und weiter ging es zur nächsten Station.

"Wir haben uns die Punkte der Weisen ordentlich erarbeitet", lachte auch Birka Soboll-Holsten. Sie lief wenig später mit einem Pulk Läufer die Station an.

Eine besondere Station auf dem Weg war die Lutherkirche. Hier gab es eine Zeittafel zur 2012 entwidmeten Kirche mit der Anmerkung, dass die Kirche weiterhin auf der Suche nach einer neuen finanzierbaren Anschlussnutzung ist. "Projekte wie das derzeitige ,LutherLab‘ zeigen, dass das Gebäude der Lutherkirche auch für die Zukunft eine wichtige Rolle im Stadtteil spielen kann."

Es gab dort auch etwas zu trinken. Unter anderem das Lutherbier, das Vikar Till Weiß-Worm Ende April bei einer Brauaktion hergestellt hatte. "Das ist kräftig im Geschmack", meinte Silvia Ufer, die einen Schluck probierte. Sie war gemeinsam mit Marianne Möllershern und Ulla Papenkort vom Ökumenischen Gospelchor unterwegs.

Ein Dämmerschoppen mit Musik von Bielefeld Ahoi rundete den Auftaktabend ab.

07.10.2017
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 20. Oktober 2017:
Losungstext:
Gott schuf sie als Mann und Frau und segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch«.
1.Mose 5,2
Lehrtext:
Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor.
Römer 12,10