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Großes Hallo im Unterricht: Die Reisegruppe besucht im Alice-Salomon-Berufskolleg Schüler der Wirtschaftskunde. Manch einer stammt aus Weißrussland. Foto: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Aus- und Fortbildung von jungen Menschen und deren Integration in Deutschland: Der thematische Bogen für die 22 weißrussischen Besucher aus dem Erholungs- und Bildungszentrum Nadeshda spannte sich weit, als sie einen Tag lang die Stadt bereisten. Zu Gast waren sie beim Evangelischen Männerdienst im Kirchenkreis Bochum.

Dessen Vorsitzender Arnold Nicolaisen organisierte den Veranstaltungsreigen. Die Bochum-Tour fand im Rahmen der "18. Westfälisch-weißrussischen Woche der Freundschaft" statt. Der Sozialdienst evangelischer Männer in Villigst betreut die im jährlichen Wechsel in Westfalen sowie in Weißrussland stattfindende Tagung ebenso lange.

Zurück nach Bochum. Wirtschaftskunde, Ausbildung zur Hotel-, Gastronomie- und Pflegekraft im Alice-Salomon-Berufskolleg: Schon die erste Anlaufstation des Tages bot den Gästen zahlreiche Eindrücke zur Berufsausbildung junger Menschen in der Stadt. Schulleiter Johannes Kohtz-Cavlak führte durch die Berufsschule mit rund 2.000 Schülerinnen und Schülern: "Uns ist es wichtig, allen Menschen, egal welcher sozialer Schicht und aus welchem Land sie stammen, eine Heimat zu geben."

Für die Weißrussen war da viel Neuland. Wladimir Tschernikow, der Gruppenleiter aus Nadeshda, war zwar begeistert: "Wir haben einige Anregungen mitgenommen. Die Schule ist gut ausgestattet." Gleichwohl erstaunte ihn, auf so viele Menschen unterschiedlicher Kulturen zu treffen.

"Bei uns zu Hause sind wir zumeist unter uns", erklärte der stellvertretende Rektor für das Bauwesen im Kinderzentrum in seiner Abschiedsrede. Dass unter den Schülern im Kolleg auch junge Aussiedler aus Weißrussland waren, erfreute ihn und seine Leute. Kohtz-Cavlak bot zur Integration und darüber hinaus einen weiteren Austausch zur beruflichen Ausbildung mit Nadeshda an.

Weitere Stationen waren das "Mehrgenerationenhaus und Stadtteilzentrum" der IFAK e.V. und das Rosalie-Adler-Seniorenzentrum in Dahlhausen. Gesellschaftliche Integration quer durch die Generationen wurde so zum Thema, das die Gäste nachhaltig beschäftigte.

Ralf Höffken vom Sozialdienst evangelischer Männer, der die Gesamtorganisation für die Woche übernahm, freute das. "Nach 17 Treffen mit Nadeshda zu ökologischen Fragen im Nachgang zur Tschernobyl-Reaktorkatastrophe in 1986 setzen wir in diesem Jahr soziale Themen wie den Wandel zu einer Offenen Gesellschaft mit der Integration von Menschen anderer Kulturen in den Vordergrund", erklärte er. Das sei hier gut gelungen, so Höffken dankbar an die Adresse von Organisator Arnold Nicolaisen. Im Laufe der Woche werde auch die Inklusion von Behinderten vertieft, so der Diakon und Sozialpädagoge weiter.

Ein Grillabend mit Mitgliedern der Männerdienste aus Eppendorf-Goldhamme, Hiltrop, Langendreer und Wiemelhausen bot einen gemütlichen Abschluss. "Mir hat der Tag gut gefallen", freute sich Wladimir Tschernikow. Nicolaisen schloss sich dem an.

22.10.2017
Von: Fritz-Wicho Herrmann-Kümper

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 18. November 2017:
Losungstext:
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesaja 9,1
Lehrtext:
Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
Titus 2,14