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In der Talkrunde sinnierten (v.l. n. r.) Johann Simons, zukünftiger Intendant des Bochumer Schauspielhauses, Gertjan Verbeek, Trainer des VfL, sowie Inez Boogaarts, Geschäftsführerin der Zukunftsakademie NRW, über das Verhältnis zwischen Holländern und Bochumern. Foto: Frauke Haardt-Radzik

Bei der Eröffnung des Platzes des europäischen Versprechens vor der Christuskirche wurde es 2015 fest vereinbart: Einmal im Jahr findet Europa nicht nur in Brüssel, sondern auch in Bochum statt. Deshalb riefen jüngst die Stadt Bochum, die Evangelische Kirche, die Volkshochschule, die Europa Union und die weiteren Mitglieder des Runden Tisches Europa auf.

Zunächst erhielten Interessierte auf dem „Markt der europäischen Möglichkeiten“ im Foyer der Volkshochschule Gelegenheit, Bochumer Initiativen, Verbände, Gruppen und Projekte kennen zu lernen, die mit der europäischen Idee eng verbunden sind.
„In jedem Jahr soll es einen solchen Tag geben und jedes Mal steht ein Land ganz besonders im Mittelpunkt. Diesmal die Niederlande.“ Bochums Superintendent und Mitinitiator des Tages, Gerald Hagmann, erläuterte in der Christuskirche die Idee, die dahinter steckt.

„Zur Zusammenarbeit im europäischen Rahmen gibt es keine überzeugende Alternative“, stellte Bochums Oberbürgermeister, Thomas Eiskirch, in seinen Grußworten klar. „Wir sollten uns für ein starkes Europa einsetzen und wir sollten uns für Europa begeistern!“

Die Klezmer-Band der Musikschule, die Freylekhs, sorgte in der Christuskirche für den musikalischen Rahmen.

Passend zum diesjährigen Gastland Niederlande diskutierten sodann in einer Talkrunde gleich drei bekannte Holländer, die zur Zeit in Bochum leben. „Warum zog es Sie ausgerechnet hierher?“ fragte Moderator Werner Conrad in die Runde, in der der zukünftige Intendant des Bochumer Schauspielhauses, Johann Simons, der Trainer des VfL Bochum, Gertjan Verbeek, sowie Inez Boogaarts, seit kurzem Geschäftsführerin der Zukunftsakademie NRW, über ihren ganz speziellen Blickwinkel auf Deutschland und die Stadt Bochum sinnierten.

„Die Mentalität der Bochumer und Holländer ist ähnlich“, lautet Simons Antwort, und Verbeek stellt klar: „Die deutsche Liga gefällt mir, ich suchte die Herausforderung und habe mich deshalb für Bochum und den VfL entschieden.“ Dort spielten aber nicht mehr wie vor vielen Jahren hauptsächlich Bochumer Fußballer, längst sei die Mannschaft international besetzt.

Der Fußball als ein Beispiel für den europäischen Gedanken „gemeinsam ist man stark“? Vielleicht wird dieses Prinzip bald auch am Bochumer Schauspielhaus gelten. Simons jedenfalls möchte Schauspieler aus vielen verschiedenen europäischen Ländern an die Königsallee holen.

Inez Boogaarts blickte erfreut darauf, dass es eine lebendige Verbindung zwischen Bochum und den Niederlanden gäbe und betonte, dass das ursprünglich Bochumer Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ mittlerweile auch im Nachbarland bekannt sei. Und was kann Europa weiter helfen? „Positiv sein“, so Simons Antwort, während Verbeek besonders auf Vertrauen und Akzeptanz setzt.

„Das Herz der Europäerinnen und Europäer soll durch diesen Tag und die Veranstaltungen des ,Pulse of Europe‘ erreicht werden“, wünschte sich Hagmann zum Abschluss und sprach den Anwesenden Gottes Segen aus, bevor es weiter ins Bermudadreieck ging. Dort wurde zum Abschluss des Europatages dem Studiengang Europäische Kultur und Wirtschaft der Ruhr-Universität das Europabanner 2017 verliehen.

18.05.2017
Von: Frauke Haardt-Radzik

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 20. September 2017:
Losungstext:
Es kommt die Zeit, da werde ich meinen Geist ausgießen über alle Menschen.
Joel 3,1
Lehrtext:
Petrus sprach: Da Jesus nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen Heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr seht und hört.
Apostelgeschichte 2,33