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Bariton Christoph von Weitzel sang Schuberts „Winterreise“. Foto: Diakonie / Sebastian Sellhorst

Mit einem Benefiz-Abend in der Christuskirche Bochum hat die Diakonie auf die Situation wohnungsloser Menschen aufmerksam gemacht, zu ihrer Unterstützung gesammelt - und alles in einen kulturell wertvollen Rahmen gefasst. Schirmherr der Veranstaltung war Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch.

Opernbariton Christoph von Weitzel hat Franz Schuberts Liederzyklus „Winterreise“ aus dem Jahr 1827 genommen, um damit das Leben auf der Straße zu beschreiben. Der ewige Wanderer, enttäuscht vom Leben, zunehmend entfremdet von seiner Umwelt. „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh‘ ich wieder aus“, sang er zu Beginn seiner „Oper für Obdach“ im Gewand eines Wohnungslosen.

Mit dem Werk ist von Weitzel seit einigen Jahren in ganz Deutschland unterwegs, zuletzt sorgte seine Performance mitten im Berliner Hauptbahnhof für Aufsehen.

Auch in der Christuskirche präsentierte er sich stimmgewaltig, mitreißend und mit vollem Körpereinsatz. Im Publikum: Kulturfreunde, Diakonie-Unterstützer – aber auch wohnungslose Menschen.

Der Beginn des von Kabarettist Fritz Eckenga moderierten Abends stand mehr im Zeichen der leisen Töne. Dabei zeigte der Dortmunder Fotograf Sebastian Sellhorst die Ergebnisse seiner Stadtrundgänge, die er mit wohnungslosen Frauen durch Bochum gemacht hatte. Auf seinen Bildern hat er für sie bedeutsame Orte festgehalten, die deshalb bedeutsam sind, weil sie Schutz oder Wärme bieten, zentral oder in der Nähe von Hilfseinrichtungen wie denen der Diakonie liegen.

So entstand eine eindrucksvolle Dokumentation mit dem Titel „(Un)Sichtbar in Bochum“, die mit Erzählungen der Frauen im Originalton unterlegt die Zuschauer und Zuhörer in der gut gefüllten Christuskirche fesselte. Musikalisch untermalt wurde der Abend von Jazzpianist Harald Köster.

19.10.2017
Von: KK

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 19. November 2017:
Losungstext:
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5.Mose 2,7
Lehrtext:
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1.Korinther 3,7