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Eine Freizeit mit Flüchtlingen - geht das überhaupt? „Ja“, versicherte Silke Schwarzberg-Darvish, Mitarbeiterin des Evangelischen Arbeitskreises Asyl. „Zwar dürfen sich viele Flüchtlinge nur in einem beschränkten Gebiet aufhalten. Doch das von uns ausgewählte Freizeithaus in Dortmund-Syburg liegt innerhalb des erlaubten Bereiches“, erklärte sie. Schnell hatte die Flüchtlingsberaterin mehrere Familien für diese Idee begeistern können.

Dass das Freizeithaus in einer alten Burg untergebracht ist, sorgte bei der Ankunft bei den Kindern für einiges Gruseln. Doch nachdem alle persönlichen Sachen ausgepackt waren und die Kinder das riesige Außengelände entdeckt hatten, fühlten sich alle schnell heimisch. Kennenlernen, Basteln, Spiele, Spaziergänge und ein selbstgekochtes internationales Spezialitäten-Buffet gehörten zum Programm, dessen Höhepunkt sicher der Besuch der Freilichtbühne am Abend war.

Obwohl die Gruppe international sehr gemischt war, gab es kaum sprachliche Probleme. Die Kinder waren durch Schule und Kindergarten mit dem Deutschen sehr vertraut und halfen den Eltern, wo deren Kenntnisse nicht ausreichten. Doch auch bei den Erwachsenen konnte man mangelnde Sprachkenntnisse nicht beklagen. Sie alle sprachen mindestens zwei Sprachen fließend, manche sogar drei oder vier. „Wir genießen es sehr, mit unseren Kindern so viel freie Zeit zu verbringen“, sagte ein Vater, „im Alltag ist dafür keine Zeit: Schule, Kindergarten … und wir haben so viel mit Behörden und Papieren zu tun.“ Und eine Mutter ergänzte: “Mit den Kindern zusammen spazieren zu gehen, im Grünen und in der Natur zu sein, das ist ein wunderbares Erlebnis.“ Und als am Ende alle zusammen auf der riesigen Wiese Fußball spielten, da war egal, wer Sieger war. Gewonnen hatten sowieso alle: Drei Tage Urlaub

14.10.2008
Von: Eva-Maria Ranft. Foto: Silke Schwarzberg-Darvsih

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 19. November 2017:
Losungstext:
Der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5.Mose 2,7
Lehrtext:
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1.Korinther 3,7