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Wiebke Schiefelbein (l.) und Christa Steiner erhielten mit zwölf weiteren Ehrenamtlichen in der voll besetzten Kapelle des Hospiz St. Hildegard ihr Zertifikat als neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in der Hospizarbeit. Foto: Hospiz St. Hildegard

Neun Monate lang haben sich 14 Ehrenamtliche auf ihren Einsatz im Hospiz St. Hildegard und der ambulanten Hospizarbeit Bochum vorbereitet. Zum erfolgreichen Abschluss des Befähigungskurses erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jetzt ein Zertifikat aus den Händen von Kursleiterin Pfarrerin Christine Jung-Borutta, Hospizleiter Johannes Kevenhörster und Caritasdirektor Ulrich Kemner.

Aufgabe der Ehrenamtlichen wird es sein, die Hospizgäste und deren Angehörige in ihrer Zeit im Haus zu begleiten. Dazu gehören beispielsweise kleine Handreichungen, Hilfen beim Essen, Vorlesen oder Aufenthalte im Garten.

Vor allem aber nehmen sich die Ehrenamtlichen Zeit, den Betroffenen zuzuhören und ihnen bei der Auseinandersetzung mit dem Sterben und beim Abschiednehmen beizustehen.

Um diesen anspruchsvollen Dienst leisten zu können, wurden 13 Frauen und ein Mann im Alter zwischen 45 und 65 Jahren von Pfarrerin Jung-Borutta und ihrer Kollegin Barbara Glunz ein dreiviertel Jahr lang nach dem Curriculum des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands geschult. Neben den theoretischen Einheiten gehörten ebenfalls Praxiseinsätze zum Programm, bei denen den Teilnehmern erfahrene ehrenamtliche Kräfte zur Seite standen.

Caritasdirektor Kemner betonte als Geschäftsführer des Hospizes die Bedeutung des Ehrenamtes für den Hospiz-Anspruch „Leben bis zuletzt“ und dankte den neuen sowie bereits aktiven Ehrenamtlichen für ihre wertvolle Mitarbeit.

Auch nach Abschluss ihrer Ausbildung sind die Absolventen nicht auf sich allein gestellt. Gemäß dem Grundsatz "Niemand begleitet unbegleitet“  werden einmal im Monat Reflexionsgruppen angeboten, in denen sich die Ehrenamtlichen über ihre Erfahrungen austauschen können.

Das Hospiz St. Hildegard

Unter dem Motto „Leben bis zuletzt“ können im stationären Hospiz St. Hildegard elf schwerstkranke und sterbende Menschen ihre letzten Tage oder Wochen verbringen. Neben der achtsamen,  professionellen Palliativpflege und der psychosozialen Betreuung der Gäste stehen auch die Angehörigen mit ihren Fragen und Sorgen im Fokus. 27 berufliche und etwa 60 ehrenamtliche Kräfte arbeiten in einem multiprofessionellen Team zusammen. Je eine Seelsorgerin der evangelischen und der katholischen Kirche sind im Hospiz tätig. Die Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen im Hospiz St. Hildegard erfolgt für jede Person – unabhängig von ihrer Nationalität, ihrem Bekenntnis oder sozialem Status. Trägerin des Hospiz ist die gemeinnützige Caritas-Hospiz Trägergesellschaft gGmbH. Die ambulante Hospizarbeit Bochum wird von der Evangelischen Kirche getragen.

07.08.2017
Von: KK

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 20. Oktober 2017:
Losungstext:
Gott schuf sie als Mann und Frau und segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch«.
1.Mose 5,2
Lehrtext:
Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor.
Römer 12,10