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Arno Hartmann, Stadtkantor und künstlerischer Leiter der Bochumer Orgeltage, plant in diesem Jahr einige Neuerungen im Programm, so werden erstmals Konzerte für Kinder angeboten. Foto: Frauke Haardt-Radzik

Der Start der 37. Bochumer Orgeltage fand ganz traditionell am Ostermontag in der Propsteikirche statt. Doch neben diesem gewohnten Auftakt gibt es in diesem Jahr bis 13. Juli viel Neues zu hören und auch zu sehen.

So stehen am 9. Juni zum ersten Mal in Bochum bei einem Orgelkonzert in der Emmauskirche in Weitmar–Mark die Kinder im Mittelpunkt. „Es kamen immer wieder Anfragen nach solchen Konzerten“, beschreibt Arno Hartmann, Stadtkantor und künstlerischer Leiter der Bochumer Orgeltage, den Anlass dazu. „Wichtig war uns eine Kirche, bei der die Orgel für die Kinder auch zu sehen ist“, erläutert der Kirchenmusikdirektor weiter. „Und von Christiane Michel-Ostertun weiß ich, dass sie es gut macht.“

Auch Luther war einmal Kind und musste seinen Eltern und Lehrern gehorchen. Wie aus diesem Jungen ein Mann geworden ist, der die ganze Kirchengeschichte verändert hat, erzählen Christiane Michel-Ostertun an der Orgel und Sprecherin Eva Martin-Schneider, die dazu in ein historisches Gewand schlüpft und als Zeitgenossin Luthers auftritt.

Und auch beim zweiten Konzert mit dem Titel „Immer Ärger mit Luther“ für Menschen ab acht, wechseln sich Orgelmusik und Texte altersgerecht ab. „Wenn das gut ankommt, machen wir so etwas in jedem Jahr wieder“, ist sich Hartmann sicher.

13 Konzerte an verschiedenen Stätten in Bochum und ein Auswärtsgastspiel, diesmal in der St. Peter–Kirche in Waltrop, ist auch wieder dabei. Neu ist in diesem Jahr auch, dass sich das Festival nicht auf das Frühjahr beschränkt, sondern sich zu einem Bochumer Orgelsommer erweitert. Sicher eine gute Idee, denn so sind die Termine zeitlich nicht so dicht getaktet.

Auch programmatisch gibt es diesmal etwas Neues: War es bisher Usus, dass jeder Organist seine Stücke selbst auswählte, so gibt es bei der 37. Auflage – geschuldet dem Reformationsjubiläum – eine klare Vorgabe für alle Musiker: Eine Variante von „Ein feste Burg“ darf im Repertoire nicht fehlen. „Dies führt zu einer wunderbaren Vielfalt, nicht ein Doppler kommt dabei vor“, freut sich Hartmann sehr über die gebotene Bandbreite an Variationen: Von Bach über Buxtehude, Reger und Johann Gottfried Walter geht es über die Lüneburger Tabulatur zu Anthony Hallidays Fantasie bis zu einer Improvisation des italienischen Organisten Giampaolo Di Rosa.

Und zum Schluss gibt es für alle Freunde des königlichen Instruments noch etwas Ungewohntes für die Ohren: Der Konzertreigen endet in der Christuskirche mit – erstmals bei den Bochumer Orgeltagen - Isländischer Orgelmusik, vorgetragen von Björn Steiner Sólbergsson aus Reykjavik.

Weitere Informationen zum Programm der 37. Bochumer Orgeltage gibt es im Internet unter www.bochumer-orgeltage.eu

20.04.2017
Von: Frauke Haardt-Radzik

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 28. April 2017:
Losungstext:
Gelobt sei Gott, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut haben.
Daniel 3,28
Lehrtext:
Und siehe, der Engel des Herrn kam herein und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen.
Apostelgeschichte 12,7